Pressemitteilungen 2017


Zeitungstexte stammen von der PNP - Passauer Neuen Presse

PNP 03.08.2017
Mit konsequenter Linie zur Geselligkeit

Seit 25 Jahren organisiert Kurt Fiederling den Pichelsteiner-Seniorentag – Markerl kriegt nur, wer aufs Fest kommt
Regen. Der dunkelbraune Kunstleder-Koffer ist schon soetwas wie ein Markenzeichen. An jedem Pichelsteiner-Mittwoch liegt er vor Kurt Fiederling auf dem Biertisch am Eingang der Pichelsteinerhalle. Hier müssen alle Senioren über 70 aus dem Stadtgebiet persönlich vorbeikommen, wenn sie beim Altentag des Pichelsteinerfestes mit Gratis-Bewirtung dabei sein wollen. Denn nur dann rücken Fiederling und sein Sozius Helmuth Pfeffer die Markerl heraus, auf diese konsequente Linie ist man bei den Pichelsteinern stolz.
Zum 25. Mal hat Fiederling heuer die Organisation übernommen. Und es soll das letzte Mal gewesen sein, Fiederling will das kleine Jubiläum zum Anlass nehmen, den Posten abzugeben. "Der Helmuth ist ja genauso drin in dem Thema, da ist die Übergabe kein Problem", sagt Fiederling. Pfeffer wird ab 2018 den Seniorentag zusammen mit einem weiteren Komittee-Mitglied managen: Willy Schicker, seit einem Jahr Platzmeister im Ruhestand bei den Pichelsteinern.
Fiederling hat stets Wert auf eine exakte Abrechnung gelegt, und deshalb will er nach dem diesjährigen Fest zusammen mit Schicker den Abschluss machen. 1600 Halbe-Markerl werden Jahr für Jahr ausgegeben, dazu rund 800 Gutscheine für ein Gickerl oder zwei Paar Bratwürstl. Exakt 835 waren es im Jahr 2016, 827 im Jahr davor. Fiederling hantiert also mit einem Warenwert von rund 10000 Euro, die Kosten teilen sich Stadt, Pichelsteiner und Brauerei Falter zu jeweils einem Drittel.
Seit 1971 gibt es die Seniorenbewirtung beim Fest. Die Frage "Gickerl oder Würstl" wird erfahrungsgemäß zu zwei Dritteln pro Hendl beantwortet, weiß Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz.
Die Pfarrei St. Michael und die evangelische Kirchengemeinde sind ebenfalls vertreten, die Pfarrer Ludwig Limbrunner und Matthias Schricker sowie Maria Dachs vom Pfarrgemeinderat begrüßten jeden Besucher mit einer Tafel Schokolade. Der "Noigal-Express" spielte für die Senioren zünftig auf.
"Wir wollen, dass die Senioren hier zusammenkommen", sagt Kurt Fiederling zur Idee der Seniorenbewirtung. Er hält wenig von der Sitte bei manchen anderen Volksfesten, den Senioren per Post die Einladung zukommen zu lassen. "Das ist unglaublich aufwendig, und dann gehen allzu oft die Jungen mit den Senioren-Markerln aufs Fest." Da darf er es als Bestätigung zur Kenntnis nehmen, dass an diesem Pichelsteiner-Mittwoch immer wieder Autos von ambulanten Pflegediensten vorfahren und die "Fahrgäste" zur Halle geleitet werden. "Es gibt nur ganz wenige Beschwerden", sagt Kurt Fiederling zur "harten" Linie bei der Seniorenbewirtung. Und es seien alljährlich nicht mehr als 25 Regener, die, etwa nach einer schweren Operation, ihre Markerl von Angehörigen abholen lassen. Das Altenheim St. Elisabeth hat seit jeher eine Sonderrolle – dorthin gehen stets 100 bis 120 Portionen.

PNP 03.08.2017
Schöner Wald zum Nulltarif - das soll sich ändern

Zukunft der Forstwirtschaft: Professor Dr. Andreas Bitter spricht über neue Herausforderungen mit Gefahren und Chancen
Regen. Der Borkenkäfer hat sich heuer noch stärker ausgebreitet und ist momentan das größte Sorgenkind der Waldbesitzer. "Aber dazu hören Sie von mir nichts", kündigte Professor Dr. Andreas Bitter beim "Tag der Land- und Forstwirtschaft" am Pichelsteinerfest-Dienstag gleich zu Beginn seines Vortrages an. Der Forstwissenschaftler beschäftigte sich mit der Zukunft der Forstwirtschaft im ländlichen Raum und sprach im gut gefüllten Falter-Festsaal von neuen Herausforderungen durch Klima-, Struktur- und Wertewandel.
"Die Bewirtschaftung des Waldes ist komplizierter und anspruchsvoller geworden", betonte der Geschäftsführende Direktor im Institut für Forstökonomie und Forsteinrichtung an der Technischen Universität (TU) Dresden. Nichtsdestotrotz sei im Bayerischen Wald die (Wald-)Welt noch in Ordnung. Vielfältige Strukturen sowie eine perfekte Baumartenverteilung mit einem hohen Nadelholz-Anteil sorgten für eine solide wirtschaftliche Grundlage. Fast 75 Prozent der Waldfläche des Bayerischen Waldes sei als naturnah eingestuft.
"Die Erfolgsgeschichte basiert auf der Vielfalt des Eigentums", erwähnte Bitter. Durch die kleinen Strukturen – alleine im Landkreis Regen gibt es 17000 Waldbesitzer – sei ein besonderes Maß an Stabilität garantiert. Die Bewirtschaftung erfolge oft im Nebenerwerb oder als Hobby, was eine hohe Identifikation mit dem Waldbesitz bedeute. Dem gegenüber stellte der Referent die erwerbswirtschaftlich orientierten großen Forstbetriebe, die mittlerweile eine High-Tech-Branche sind. "Klein- und Großbetriebe ergänzen sich und gehören zusammen, aber die Mischung muss stimmen", erläuterte Bitter, der in diesem Zusammenhang die wirtschaftliche Bedeutung des Cluster Forst und Holz mit rund einer Million Beschäftigten ins Feld führte.
Nach dieser Bestandsaufnahme erörterte der Experte die neuen Herausforderungen für die Waldbesitzer. Bei der Umwandlung von Nadelholzfächen in Mischwaldbestände empfahl Professor Bitter, die Baumarten sorgsam auszuwählen, Mehraufwand und Mehrertrag gegenüberzustellen; ein gutes Verhältnis zwischen Stabilität und Leistung sei ein wichtiges Kriterium.Bei der Waldbewirtschaftung machte der Referent deutlich, dass sich die Industrialisierung nicht aufhalten lasse, dass sie unmittelbare Auswirkungen auf den Waldbesitz habe. Die Holznutzung stehe aber immer öfter in der Kritik, werde als Störfaktor angesehen, vor allem von Stadtmenschen, für die der Wald ein "kostenloser Öko-Park zur Erholung und Freizeitgestaltung" sei. Bittner nannte Trends wie Trekking, Mountainbiking, Nordic Walking, Geocaching oder Cross-Skating; durch die zunehmende Intensität dieser Aktivitäten sei die langfristige Nutzung gefährdet.
Die Waldbesitzer sollten vor Veränderungen die Augen nicht verschließen, aber deutlich machen, dass es nicht alles zum Nulltarif geben kann. Der Referent gab einige Anregungen: auf die Gesellschaft zugehen, die Stärken bündeln, bewerten und in zukunftsfähigen Geschäftsmodellen vermarkten, auch Alternativen wie Windenergie-Anlagen, Tourismusprojekte oder Trauerwälder in Erwägung ziehen. Laut Bitter müssten aber auch Ökosystemleistungen des Waldes wie Klimaschutz mit CO2-Speicherung, Stoffkreislauf, Wasserhaushalt oder Hochwasserschutz in Zukunft bezahlt werden.
In seinen Schlussworten machte der Forstwissenschaftler den regionalen Waldbesitzern noch ein Kompliment: "Ihr seid gut aufgestellt und ihr könnt auch die künftigen Herausforderungen bewältigen".
Der "Tag der Land- und Forstwirtschaft" war wieder gemeinsam organisiert worden von Pichelsteinerfestkomitee, Bayerischem Bauernverband und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dessen Chef Christian Loibl auch zahlreiche Ehrengäste begrüßte – an der Spitze MdB Alois Rainer, Hubert Aiwanger, den Landesvorsitzenden der Freien Wähler, Landrat Michael Adam und dessen Freyung-Grafenauer Kollegen Sebastian Gruber.
Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald und Landrat Adam gingen in ihren kurzen Reden vor allem auf das geplante "Grüne Zentrum" ein. Die Rathauschefin dankte Ämtern und landwirtschaftlichen Organisationen für die bisherige Unterstützung und hoffte auf eine positive Entscheidung im Herbst. Adam sprach von "schwierigen Verhandlungen mit Überlegungen, die vertieft werden müssen. Doch die Vision ,Grünes Zentrum‘ lebt und wir werden alle hart daran arbeiten", versicherte der Landrat.
Mit der prekären Situation beim Borkenkäfer-Befall befassten sich der Bezirksvorsitzende des Bayerischen Bauernverbandes, Gerhard Stadler ("Draußen brennt es"), und MdB Alois Rainer, der selbst Wald bewirtschaftet ("Bei der Bekämpfung müssen alle zusammenstehen"). Zum Schluss wurden noch die erfolgreichen Absolventen und Absolventinnen der land-, forst- und hauswirtschaftlichen Ausbildungsberufe zur Vorstellung auf die Bühne gebeten.

PNP 02.08.2017
Waldarbeit mit Herz und Verstand

"Forstbetrieb des Jahres": Landwirtschaftsamt zeichnet drei Waldeigentümerfamilien aus
Regen. Auf fast 65000 Hektar der Fläche des Landkreises Regen stehen Bäume, der Waldanteil von über 65 Prozent bedeutet eine Spitzenstellung in Deutschland. Zwei Drittel davon befinden sich in Privatbesitz, der Landkreis steht auch im Eigentümer-Ranking ganz oben. Den Wald nutzen, erhalten, pflegen, nach Katastrophen wieder aufbauen – diese Arbeiten sind für die privaten Forstbetriebe eine Selbstverständlichkeit. Besondere und herausragende Leistungen in der privaten Waldbewirtschaftung werden seit zwei Jahren vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regen mit einem Preis bedacht. Beim traditionellen "Tag der Land- und Forstwirtschaft" im Rahmen des Pichelsteinerfestes wurden am gestrigen Dienstagnachmittag drei Waldbesitzer geehrt: die Familie Peter Hastreiter aus Krailing (Gemeinde Prackenbach) als "Forstbetrieb des Jahres" sowie die punktgleichen Zweitplatzierten, die Familie Hans Berndl aus Flanitz (Gemeinde Frauenau) und der Forstbetrieb von Max von Schnurbein aus Katzenbach (Gemeinde Böbrach).
Die Preisverleihung moderierte der forstliche Leiter am Landwirtschaftsamt Regen, Dr. Stefan Schaffner, der für die Leistungen der Preisträger ein großes Lob parat hatte: "Sie sind auch Botschafter für eine erfolgreiche, verantwortungsvolle und zukunftsfähige Waldwirtschaft. Sie gehen mit Ihren Wäldern sorgsam und achtsam um und stehen mit Ihrem Gesicht dafür ein, dass die Gesellschaft Vertrauen in die Kompetenz und Leidenschaft der Eigentümer haben kann."
Als Erster wurde der 84-jährige Hans Berndl aus Flanitz ausgezeichnet. Auf seinem seit 1726 bestehenden Anwesen werden 58 Hektar Wald bewirtschaftet. Nachdem Sohn Hans seinen Lebensmittelpunkt beruflich bedingt nicht in der Heimat hat, führt der Senior mit einem örtlichen Helfer die Waldbewirtschaftung für die nächste Generation weiter. Berndl legt Wert auf handwerkliche Perfektion, ist Starkholzproduzent. Hans Berndl war in der Gemeinde Frauenau ein Aktivist in Sachen Waldwegebau, über 40 Jahre Jagdvorsteher und fungierte von 1985 bis 1998 als Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung Regen. Dr. Stefan Schaffner resümierte: "Mit Arbeit, Fleiß und Können hat sich Hans Berndl ein beeindruckendes Lebenswerk geschaffen".

Ebenfalls zweiter Sieger beim Wettbewerb des Landwirtschaftsamtes: Hans Berndl mit dem Preispaten, Landrat Michael Oswald.
Ebenfalls einen zweiten Platz erreichte Max von Schnurbein. In seinem großen Betrieb ist der Generationswechsel formal schon vollzogen, doch der Seniorchef führt die forstlichen Geschicke federführend weiter. Die Schnurbeins glauben an die Substanz der Forstwirtschaft, legen Wert auf eine fundierte Ausbildung und verfolgen konsequent eine ausgewogene Naturverjüngung. Max von Schnurbeins Sohn und Nachfolger, ein diplomierter Förster und gelernter Banker, hat die traditionsreiche Glashütte in Theresienthal übernommen. "Der Preis ist eine Auszeichnung für ein langes, generationenübergreifend angelegtes Wirken, das sich auch in vorbildlichen Waldbildern zeigt", betonte der Forstdirektor.
Als "Forstbetrieb des Jahres" wurde die Familie Peter Hastreiter geehrt. In ihrem 40 Hektar großen Wald arbeiten Jung und Alt Hand in Hand zusammen – mit viel Herzblut, Sachverstand und Zeiteinsatz. Die Hastreiters haben wertvolle, baumartenreiche und strukturierte Bestände geschaffen, ihre nicht einfachen Hänge mit Rückewegen erschlossen. Um das Holz schadensfrei aus dem Wald zu bringen, nimmt sich die Familie Hastreiter viel Zeit. Ihre Spezialität: der "Pflegeschnitt unter dem Schirm" , mit dem sie schon in Laubholz-Jungbeständen für astfreie und gerade Bäume sorgt. Dass Jung und Alt an einem Strang ziehen und somit Waldbilder mit Strahlkraft schaffen, stellte die Jury beim "Forstbetrieb des Jahres" besonders heraus.
Die Auszeichnungen überreichten die Preispaten, Landrat Michael Adam, Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald und die Bayerische Waldkönigin Anna Maria Oswald. Ausgewählt wurden die Gewinner von einer Bewertungskommission mit Jens Schlüter (Bund Naturschutz), Ludwig Brunner (Jägerschaft), Christian Hofherr, Markus Wirsich, Andreas Vogl (Waldbesitzervereinigungen), Bernhard Bielmeier (Forstwirtschaftliche Vereinigung), Roland Graf, Josef Pledl, Elisabeth Kraus (Bayerischer Bauernverband) und Wolfgang Kreuzer (AELF Regen). Über den voran gegangenen Vortrag mit Prof. Dr. Andreas Bitter (TU Dresden) berichten wir morgen.

PNP 02.08.2017
Viele Premieren beim Bonbonregen

Erstmals regneten Gummibärchen vom Pichelsteiner-Himmel
Regen. Ganz begeistert schnaufte Thomas Berthauer nach seiner Premiere am Pichelsteiner-Dienstag, als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte. "Super, wenn man da so runterschaut und sich die Kinder schon auf die nächste Ladung freuen". Der Feuerwehrmann durfte heuer erstmals eine nicht unbedeutende Aufgabe beim alljährlichen Kindernachmittag auf dem Pichelsteinerfest übernehmen: Zusammen mit Routinier Christa Limböck ließ er sich im Korb der Drehleiter der Regener Feuerwehr hoch über den Festplatz heben. Aus 20 Metern Höhe sorgten die beiden dann für den traditionellen Bonbonregen. Der in diesem Jahr erstmals gänzlich auf Bonbons verzichtete, "die sind einfach nicht mehr zeitgemäß", meinte Limböck. Statt dessen prasselten Hunderte von kleinen Gummibärchen-Tüten auf die Kinder herab, gestiftet von Pichelsteiner-Komittee-Mitglied Siegi Oswald und der Schaustellerfamilie Heppenheimer.
Nach getaner Arbeit schnaufte Berthauer nicht nur aus Begeisterung; er blies auch, weil an diesem Kindernachmittag 35 Grad Celsius über dem Festplatz waberten. "Ich hätte gedacht, da oben geht ein Lüfterl", seufzte Thomas Berthauer, "aber nix war’s."
Ebenfalls in neuer Rolle machte sich Alois Kreuzer nützlich, als Platzwart der Nachfolger von Willy Schicker. Kreuzer warf von der Fahrerkabine aus Süßigkeiten in die Menge.
Und nachdem die Gummibärchen verteilt und die Drehleiter wieder eingefahren war, gab es auch noch einen kleinen Abschied zu feiern. Seit sage und schreibe 27 Jahren saß Helmut Hirtreiter zuverlässig an jedem Pichelsteinerfest-Dienstag auf dem Steuersitz der Drehleiter und hob die Bonbon-Verteiler in die Höhe. Jetzt geht Hirtreiter, der bei der Stadt Regen als hauptamtlicher Gerätewart angestellt ist, in den Ruhestand. Und damit wird wohl auch auf dem Pichelsteinerfest ein neuer Steuermann zum Einsatz kommen. Stilecht mit einem Sechser-Gebinde Festbier dankten die Pichelsteiner dem langjährigen Helfer, überreicht von Präsident Walter Fritz.

Mit Festbier verabschiedet wurde Helmut Hirtreiter (Mitte), der 27 Jahre lang die Feuerwehr-Drehleiter am Fest-Dienstag gesteuert hatte. Ihm dankten (von links) Christa Limböck, Alois Kreuzer, Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz und FFW-Vorsitzender Helmut Bledl.
Recht zufrieden war Kindertag-Organisatorin Christa Limböck auch mit dem Besuch beim Kasperltheater, das vor dem Bonbonregen in der (nicht mehr kühlen, aber wenigstens schattigen) Pichelsteinerfesthalle stattgefunden hatte. Beate Welsch aus Erding ließ den Kasperl und seine Truppe auf der Bühne erscheinen.

PNP 02.08.2017
Treff am Fest: Viele Bürgermeister und ein General

Regen. Dass am Tag der Städte und Gemeinden auf dem Pichelsteinerfest nahezu jede Kommune aus dem Landkreis Regen beim abendlichen Anstoßen vertreten ist, das lässt sich kaum als Nachricht verkaufen. Dass die beiden Favoriten im Kampf um den Landratsposten sich offensichtlich ganz entspannt zuprosten können, war auch nicht direkt eine Überraschung. Und so bleibt eine Personalie: Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald durfte den neuen Kommandeur der Panzerbrigade 12 aus Amberg als Gast auf dem Fest begrüßen. Unter dem Kommando von Brigadegeneral Jörg See stehen somit auch die Regener Panzergrenadiere. Auf dem Fest stießen miteinander an: (von links) Anton Seidl (Geiersthal), Andreas Kroner (Regen), Alois Wildfeuer (Kirchdorf), Hermann Brandl (Arnbruck), Wolfgang Schiller (Langdorf), Regina Penn (Zachenberg), Bräu Sepp Falter, Elisabeth Pfeffer (Zwiesel), Werner Blüml (Böbrach), Ilse Oswald (Regen), Alois Wenig (Kirchberg), Michael Dachs (Zachenberg), Pichelsteinerpräsident Walter Fritz, Rita Röhrl (Teisnach), Walter Nirschl (Bischofsmais), Willi Dietl (Patersdorf), Kreisrat Stefan Ebner, Andreas Eckl (Prackenbach), Regens Bataillonskommandeur Jan-Mirko Schmitz und Brigadegeneral Jörg See. Gesichtet wurden auch noch Herbert Schreiner (Frauenau) und Joli Haller (Bodenmais).

PNP 01.08.2017
Tausendfacher Genuss

Regen. Eben noch ist Günther Prinz unter seinem Baldachin über den Stadtplatz geschritten, huldvoll mit dem Kochlöffel winkend. Und wenn das Volk am Pichelsteinermontag in die Festhalle hineindrängt, ist Prinz schon wieder da, jetzt füllt der Festkoch mit dem großen Schöpfer eine Schale nach der anderen mit Eintopf. Beides tut Günther Prinz mit seligem Lächeln – der Mann genießt seinen großen Tag auf dem Pichelsteinerfest ganz ohne Frage. Und ein Quantum Stress gehört da einfach dazu: Vom frühen Morgen hatten er und seine Truppe in der Küche über der Hallenschänke alle Hände voll zu tun, um die gewaltige Menge Pichelsteiner für etwa 1000 Portionen auf den Punkt zu kochen. Der Lohn der Mühen: Wenn die Ausgabe wie am Schnürl klappt, wie im Bild bei Kellnerin Marianne Falter (von rechts), Inge Köckeis und Norbert Binder.

PNP 01.08.2017
Wie Niederbayerns Wirtschaft auf Erfolgskurs bleibt

Die negativen Schlagzeilen, die die Auto-Industrie momentan produziert, streifte auch der zweite Referent beim "Tag der Wirtschaft", Wolfgang Maier, Leiter des Sachgebietes Wirtschaftsförderung an der Regierung von Niederbayern. Seine Meinung: "Die aktuellen Fehler sind vorübergehende Dellen, entscheidend ist die langfristige Qualität der Produkte."
Die Autobranche bezeichnete Maier als "Säule der niederbayerischen Wirtschaft" – ein Drittel der Arbeitsplätze sei direkt oder indirekt der Autoindustrie zuzuordnen. Hinzu kämen ein ausgeprägter Mittelstand mit stabilen Handwerksbetrieben sowie ein florierender Tourismus. "Niederbayern ist eine Spitzenregion in Europa, in der auch Wirtschaftsförderung und politische Rahmenbedingungen passen", stellte Maier fest. Allerdings müssten die Schönheiten und Vorzüge von Niederbayern noch besser wahrgenommen und selbstbewusst vertreten werden.
In seinem Vortrag wagte der Wirtschaftsexperte einen Ausblick ins Jahr 2030. Grundlage sei eine langfristige Sicherstellung der Rohstoffversorgung, im Zeichen von Erdölknappheit und Energiewende würden nachwachsende Rohstoffe künftig eine wesentlich größere Rolle spielen. Zur Digitalisierung bemerkte der Referent, dass es auch dem kleinen Handwerker ermöglicht werden muss, die Datenfülle zu nutzen.
Gerade der Mittelstand ist für Wolfgang Maier ein Hoffnungsträger: der Familienbetrieb, der Nischen ausfüllt, der die Verringerung der Fertigungstiefe als Chance sieht, der neue Produkte fertigt und neue Märkte erschließt. Sorgen macht dem Wirtschaftsförderer jedoch der Rückgang bei Unternehmens- und Existenzgründungen. Breiten Raum widmete Maier auch dem Tourismus. Neue Trends wie Urlaub zu Hause oder Ausgleich zur Beschleunigung sollten ins Angebot aufgenommen werden, genauso die "neuen Alten" als gesunde, mobile und finanzkräftige Zielgruppe.
Für eine weitere Aufwärtsentwicklung der Wirtschaft in Niederbayern führt nach Ansicht von Wolfgang Maier an einer dritten Startbahn für den Münchner Flughafen kein Weg vorbei. Zur demographischen Entwicklung bemerkte der Referent, dass nicht der Wohnungsbau in den wachsenden Zentren, sondern die Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum stärker gefördert werden soll. "Niederbayern ist für die Zukunft gerüstet. Uns geht es gut, wir müssen aber darauf achten, dass unsere Werte mit einem weltweit einmaligen Rechts- und Sozialsystem besser geschätzt werden", führte der Wirtschaftsexperte in seinen Schlussworten ins Feld.
Nach der Begrüßung von Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz, der zahlreiche Ehrengäste willkommen hieß, widmeten sich auch Bürgermeisterin Ilse Oswald, Landrat Michael Adam, MdB Alois Rainer und MdL Alexander Muthmann dem Motto des Tages und erläuterten wirtschaftspolitische Aktivitäten und Leistungen sowie künftige Vorhaben der Kommunen und des Staates.

PNP 31.07.2017
Digitales Auto: Porsche gibt Gas

"Tag der Wirtschaft": Öffentlichkeitsarbeitschef Dr. Josef Arweck referiert über die Zukunft der Mobilität
Regen. Wird Dr. Josef Arweck in seinem Vortrag auch auf den aktuellen Abgasskandal bei Porsche eingehen? Diese Frage beschäftigte so manchen Besucher beim gestrigen "Tag der Wirtschaft" im Rahmen des Pichelsteinerfestes. Nun, der Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des schwäbischen Automobilherstellers sagte nichts dazu – mit dem Hinweis auf ein "laufendes Verfahren". Nichtsdestotrotz werde Porsche nach vorne schauen, und da gelte ein Hauptaugenmerk der Zukunft der Mobilität, bekräftigte Dr. Josef Arweck, der aus der Gemeinde Böbrach stammt und sich seine ersten journalistischen Sporen vor rund 20 Jahren als Stipendiat beim Bayerwald-Boten verdiente.
"Für viele Menschen ist das Auto ein Statussymbol, ein Sinnbild für Freiheit und Wohlstand", sagte der Referent, der eingangs mit einigen Daten und Zahlen aufwartete. In Deutschland würden Pkws pro Jahr rund 611 Milliarden Kilometer zurücklegen, auf 100 Einwohner entfallen 67 Autos. "2016 war das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte von Porsche", gab Dr. Arweck bekannt und erwähnte die 238 000 verkauften Fahrzeuge (plus sechs Prozent) und den Umsatz von 22,3 Milliarden Euro (plus vier Prozent). Derzeit seien beim Unternehmen, das 1931 als Konstruktionsbüro von Ferdinand Porsche gegründet wurde, 27600 Mitarbeiter beschäftigt – doppelt so viele wie 2010. Dr. Arweck informierte auch über die Produktpalette mit dem 911er als Klassiker.
"Wirtschaftlich ist Porsche in einem guten Zustand, ist bestens aufgestellt, aber die Geschäfte sind alles andere als ein Selbstläufer," betonte der Referent. Die mobile Zukunft mit Elektrifizierung, Digitalisierung und Konnektivität werde große Veränderungen bringen. Die Nachfrage nach Elektro-Autos komme allerdings nur langsam in Fahrt und sei "weit weg von Zielen von Bundeskanzlerin Merkel". Stolz sei Porsche auf seine Hybrid-Fahrzeuge, mit einem Auto mit dieser Antriebstechnik habe man das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans drei Mal hintereinander gewonnen. Dr. Arweck kündigte eine weitere Aktivität im Rennsport an: Einstieg in die Formel E mit rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen, "ein perfektes Wettbewerbsumfeld."
Als "überlegenes Konzept" bezeichnete der Öffentlichkeitsarbeitschef die Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Aufgrund hoher Preise, geringer Reichweite und unzureichender Lademöglichkeiten lasse jedoch die Akzeptanz zu wünschen übrig. Deshalb werde Porsche zusammen mit weiteren deutschen Autofirmen eine europaweite, ultraschnelle Lade-Infrastruktur aufbauen. Als Zukunftsmodell, das schon in absehbarer Zeit auf den Markt gebracht werden kann, präsentierte der Referent die "Mission E", einen rein elektrisch betriebenen Sportwagen.
In Sachen Digitalisierung werde Porsche ebenfalls aufs Gaspedal drücken. Immer mehr Funktionen in voll vernetzten Fahrzeugen seien laut Dr. Arweck eine Herausforderung, aber auch eine Chance. Der Kunde könne künftig gewisse Funktionen hinzu buchen, Fehler könnten ohne Werkstattbesuch behoben werden. "Das autonome Fahren wird bald Realität, wenngleich es bei Porsche weiterhin Autos mit Lenkrad und Pedalen geben wird". Zur Vernetzung erwähnte der Referent, dass es wichtig sei, die Daten der Kunden zu kennen. Allerdings müssten diese Daten geschützt und klare Regeln für die Benutzung definiert werden. "Die individuelle Mobilität wird für die Gesellschaft unverzichtbar", schloss Dr. Josef Arweck.

PNP 31.07.2017
Die ganze Stadt ein großer Festplatz

Gigantischer Festzug – Viel Beifall für 27 Wägen, 31 Fußgruppen und zwölf Kapellen bzw. Spielmannszüge
Regen. Fünf Spielmannszüge, sieben Blaskapellen, 27 Wägen, drei Kutschen, 31 Fußgruppen - schon allein die Statistik ist beeindruckend. Wer aber den Pichelsteiner-Festzug gestern erlebt hat, und das waren Massen von Besuchern, der war begeistert und fast ein wenig geschafft von den wunderbaren Eindrücken, die er mit nach Hause (oder auf den Festplatz) mitnehmen durfte. Unter dem Motto "Komm mit zum Festplatz" verwandelten die vielen hundert Akteure, die von der Panzerstraße durch die Bahnhofstraße zum Stadtplatz zogen, die ganze Stadt in einen riesigen Festplatz voller Lebensfreude. Dieses besondere Heimatfest schaffte es einmal mehr das ansonsten oft verschlafene Städtchen für fünf Tage in einen "hotspot" der Ausgelassenheit zu verwandeln. Besonders der Sonntag mit dem Festzug zieht die Besucher magisch an - trotz großer Hitze wie gestern Nachmittag. Entlohnt wurden sie mit phantasievoll gestalteten Festwägen, auf denen etwa ein Karussell, ein Riesenrad, Autoscooter, Büchsenwerfen oder Kulinarisches dargetellt waren. Manche Fußgruppen zeigten besonderen Einsatz - wie die Turner-Kinder des TV Regen, die zwischendurch noch Kraft zum Radschlagen hatten oder die Linedancer, die sich tanzend dem Stadtplatz näherten.
Besonders stark vertreten waren, zum 20. Geburtstag der Partnerschaft mit Regen, die Eschweger. Ihre historische Symbolfigur, der Dietemann, und seine Biedermeiermädchen marschierten beim Festzug mit. Erstmals vertreten waren auch die Johannisfestreiter. An die 200 Eschweger hatten die rund 500 Kilometer weite Anreise auf sich genommen. Auch Gäste aus Hildesheim gaben den Regenern musikalisch als Spielmanszug Itzum die Ehre.Noch weiter war der Weg zum Festzug für etliche französische Freunde - nicht nur aus der Partnerstadt Mirebeau, sondern sogar aus Bayonne im französischen Baskenland.

PNP 31.07.2017
Welt der Wunder auf dem Wasser

Phantasievolle Aufbauten holen bei der Gondelfahrt "Die 7 neuen Weltwunder" auf den Regenfluss
Regen. An einem lauen Sommerabend gemütlich am Ufer des Regenflusses sitzen und dabei auf Weltreise gehen - dieses verlockende Angebot nutzten am Samstagabend Besucherscharen. Die Gondelfahrt brachte "Die 7 neuen Weltwunder" in die Stadt und stellte eindrucksvoll unter Beweis, warum sie für viele Regener und Besucher aus der Region einer der Höhepunkte ihres Heimatfestes ist.
Die kreativen Köpfe und geschickten Handwerker der routinierten Gondler-Truppe haben diesmal besonders sehenswerte Aufbauten geschaffen: Beeindruckende Weltwunder schipperten über den Regenfluss. "Tolle Modelle, sehr gut gemacht", kommentierten begeisterte Zuschauer die monatelange Detailarbeit der Gondler. Neben dem traditionellen Biergarten, dem Pichelsteinerboot mit Festkoch und Gefolge und dem Feuer speienden Pfahldrachen, gab es diesmal viel Exotisches zu bestaunen: die Maya-Ruinen im Chichen, die Chinesische Mauer, die Christusstatue in Rio de Janeiro, das Kolosseum in Rom, die Ruinenstadt der Inkas in Machu Piccu in den Anden, Petra, die berühmte Felsenstadt in Jordanien, das Taj Mahal in Indien zogen, in bestes Scheinwerferlicht gerückt, an den staunenden Zuschauern vorbei.

Das Pichelsteinerfest – das achte Weltwunder hat etwas Schlagseite.
Auch eine Abordnung aus Eschwege beteiligte sich anlässlich der 20-Jahr-Feier der Partnerschaft diesmal an der Gondelfahrt. Und dass die Regener international gut vernetzt sind, zeigte die Begrüßung durch Bürgermeisterin Ilse Oswald, zu der auch ein paar französische Sätze gehörten.
Trotz des Dauerregens der vergangenen Woche machte Niedrigwasser der Gondel-Flotte zu schaffen. Immer wieder saßen Boote auf. Wie gut, dass die Helfer der Wasserwacht zur Stelle waren und sie schnell wieder flott machten.

PNP 29.07.2017
Pichelsteiner-Rekord: Ein Schlag

Bürgermeisterin Ilse Oswald schafft beim Anzapfen das Optimum
Regen. Daumen und Zeigefinger streckt sie in die Höhe, zwei Schläge will sie brauchen beim Anzapfen, Bürgermeisterin Ilse Oswald. Und dann macht es sie ganz konzentriert, schaut nochmal, ob der Hahn auch richtig sitzt, zögert mit dem Schlegel wie Tennisstar Roger Federer beim Aufschlag in Wimbledon. Und dann: zack. Ein Schlag, fragender Blick zum Bräu Sepp Falter, der nickt. Die Bürgermeisterin freut sich, als wäre ihr gerade gelungen, von der CSU-Fraktion für immer Zustimmung zu all ihren Vorschlägen zu bekommen.
Es war der glänzende Schlusspunkt eines glänzenden Ausmarschs, der gestern das Pichelsteinerfest, das es seit 143 Jahren gibt, eröffnete. Neue Stadtkapelle und Brauwagen, Pichelsteinerkomitee und die Ehrenmitglieder in der Kutsche von Egon Probst, Stadtrat und Regener Freunde aus Eschwege, Festkoch Günther Prinz und Gefolge, die kleinen Köche, der Regener Spielmannszug und der aus Itzum (Stadt Hildesheim), die Burgfreunde, die Fischer und die Schützen zogen mit einer Fröhlichkeit in Richtung Festplatz, die ansteckend wirkte auf die vielen Menschen am Straßenrand.

Die vier Pichelsteiner-Ehrenmitglieder (von links) Willy Schicker, Manfred Homolka, Otto Pfeffer und Kurt Fiederling.
Dem langjährigen Ausmarsch-Zuschauer fiel es vielleicht auf: Die Pichelsteiner traten zum ersten Mal mit ihren neuen, feschen Trachtenwesten auf. Und noch eine Novität gab es: Bräu Sepp Falter ging nicht vor den Bedienungen Richtung Festhalle, sondern mit den Fischern. Denn das gehört sich so für einen Fischerkönig. Dafür wurde eigens die Zugfolge umgestellt, die Fischer rückten ganz weit nach vorne und kamen gleich nach den Bedienungen.

PNP 28.07.2017
Mit Schwung ins große Fest

Regen. Blasmusik hilft – gegen schlechtes Wetter. Als das Blasorchester der Stadt Regen gestern Abend die ersten beiden Stücke anstimmte bei der Pichelsteiner-Serenade im Kurpark, da nieselte es noch. Aber anschließend: Wie weggeblasen war der Regen, da konnten sogar die Schirme eingeklappt werden von den Besuchern. Unter der Leitung von Anderl Kroner präsentierte das 25-köpfige Ensemble klassisch bayerisch-böhmische Blasmusik, aber auch Rock-Klassiker wie Carole King’s "Hard Rock Cafè". Die Gäste genossen es, im Publikum konnte Bürgermeisterin Ilse Oswald dieses Mal nicht nur viele Pichelsteiner-Mitglieder begrüßen, sondern auch eine starke Abordnung aus Eschwege, die sich wegen der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft in Regen aufhalten.

PNP 26.07.2017
Die Gondler machen Wunder möglich

Thema für die Pichelsteiner-Parade auf dem Regenfluss: "Die 7 neuen Weltwunder"
Regen. "Naja, die Christus-Statue geht noch ab", sagt Edwin Stoletzky. Die Stimmlage verrät jetzt aber nicht unbedingt große Aufregung wenige Tage vor der Gondelfahrt des Pichelsteinerfests. Und dass das Modell der Felsenstadt Petra – das Original steht in Jordanien – auch noch nicht fertig ist, das macht ihn auch nicht unruhig.
Die Christus-Statue, deren Original über Rio de Janeiro wacht, und die Felsenstadt Petra verraten vielleicht schon, was das diesjährige Thema der Pichelsteiner-Gondelfahrt ist. "Die 7 neuen Weltwunder", sagt Stoletzky. Vor zehn Jahren sind diese Weltwunder der Neuzeit in einer Internet-Umfrage gekürt worden, genau am 7.7.2007.
"Die alten Weltwunder haben wir schon mal als Thema gehabt, da haben wir uns gedacht, dass wir jetzt die neuen machen", sagt Stoletzky, der Chef der Gondelfahrt, gelernter Maler – der aber auch in der dritten Dimension ganz stark arbeitet.
"Des is ja der Wahnsinn, was der Edwin da macht", sagt Gerd Oehler und streicht ganz vorsichtig an den Konturen des mächtigen Styroporgebildes entlang, das da zwischen Farbeimern, Sägen und halb vollendeten Gondelaufbauten steht. Das Kolosseum bestaunt Oehler da, das Stoletzky aus Styropor nachgebaut hat. Jeden steinernen Bogen des Originals hat er nachgebildet. Faszinierend genug, aber dann erlebt der Betrachter noch eine Überraschung: Die Skulptur wird von innen beleuchtet, was auch im Halbdunkel der Pichelsteiner-Werkhalle besonders edel wirkt.
Überhaupt tüfteln die Gondler gerne. Alexander Sommer hatte die Idee, den Pichelsteiner-Kochtopf, der auf der Gondel mit Pichelsteinerkoch Günther Prinz und Gefolge über den Regen schippert, aufzufrisieren. Und so wird in diesem Jahr Dampf aus dem Kochtopf quellen. Im Innern des Pichelsteiner-Kessels verbirgt sich eine Nebelmaschine, die die Pichelsteiner den Gondlern finanziert haben.
"Sie werden schauen, was die gemacht haben", hatte Pichelsteinerpräsident Walter Fritz den Besucher schon auf die grandiosen Gondelmotive vorbereitet. Die Chinesische Mauer, die Ruinen der Maya in Chichén Itzá, Machu Picchu, die Ruinenstadt in den Anden, und das indische Taj Mahal gehören zu den sieben neuen Weltwundern. Bei letzterem hatten die Gondler Glück. "Das Taj Mahal haben wir schon mal bei einer Gondelfahrt gehabt, das haben wir wiederverwenden können", erzählt Stoletzky. Freilich geht es da einem Styropor-Modell nicht anders als dem Weltwunder im Original: es bedarf einiger Sanierungsarbeit.
Die Aufbauten sind das eine, die Kinder, die auf den Gondeln mitfahren das andere, sie machen die Fahrt erst lebendig. Dafür, dass die auch richtig ausstaffiert sind, ist Renate Hanke zuständig. 35 bis 40 Kinder, die auf den Gondeln sind, muss sie mit Kostümen versorgen. Sie näht um und schneidert, bekommt Kleider geschenkt, die sie dann umändert. "Jetzt haben wir schon einen ganz schönen Fundus beieinander", sagt sie.
Mit dabei bei der Gondelfahrt sind natürlich die Standard-Elemente: Begrüßungsboot und Biergarten, das Boot, das den Freundes- und Partnerstädten gewidmet ist, der Drache und die illuminierten Kajaks des Kanuclubs. Und weil die Städtepartnerschaft zwischen Regen und Eschwege 20 Jahre alt wird, gibt es auch ein spezielles Boot. Es dient als Aussichtsplattform für zehn Eschweger, die die Gondelfahrt vom Wasser aus genießen dürfen.

Die Pichelsteiner-Gondelfahrt legt am Samstag, 29. Juli, ab 20.45 Uhr an der Kurparkinsel ab. Sollte das Wetter zu schlecht für die Gondelfahrt sein, ist der Ausweichtermin am Montag, 31. Juli.


PNP 18.07.2017
Viel Rummel und ein bisschen Luther

Die Gestalter des Pichelsteinerfestzugs nehmen sich den Festplatz vor
Regen. Seit 1974 ist Manfred Homolka bei den Pichelsteinern für den Festzug verantwortlich. Da möchte man meinen, dass es für einen so erfahrenen Mann keine Überraschungen mehr gibt. Weit gefehlt, dieses Mal kämpfen die Festzuggestalter mit einem Problem, das sie so noch nicht hatten. Und das hängt mit der Attraktivität eines Festwagens zusammen. War es das dämmende Styropormaterial, oder war es die attraktive gelbe Farbe, mit der das Styropor gestrichen ist? Auf jeden Fall hatte der Wagen eine sehr große Anziehungskraft auf Wespen, die ihn erst umschwärmten und schließlich ein Nest im Wagen bauten. Chemie wird das Wespen-Problem lösen.
Aber sonst sind die Festzuggestalter Manfred Homolka, Erwin Ertl und der Pferde-Organisator Max Pletl schon recht entspannt. Es stehen nur noch Restarbeiten an. Franziska Ulrich steht mit einer Staffelei auf dem Wagen, auf dem die Arbeit der Postkellerfreunde dargestellt wird, sie tackert die grünen Girlanden fest.
"Komm mit zum Festplatz" haben sich die Pichelsteiner als Festzugmotto 2017 gegeben. "Ich habe es aussuchen dürfen", sagt Homolka, und man wollte damit ein wenig die Schausteller würdigen – und zwei Männer, die intensiv mit den Schaustellern zu tun haben. Den bisherigen Platzmeister, jetzt Ehrenplatzmeister, Willy Schicker und seinen Nachfolger Alois Kreuzer. Ihnen hat Homolka quasi einen Thron auf einem der Wagen gebaut, auf dem sie hoch über einem Festplatz sitzen werden – und gleichzeitig haben sie das Privileg, beim Festzug gefahren zu werden, die allermeisten anderen Pichelsteinerkomitee-Mitglieder müssen den Festzug zu Fuß absolvieren.
"Zuerst ein Schuss, dann ein Kuss", steht auf dem Wagen mit dem imaginären Schützenstand, auf einem anderen stehen Autoscooter, die beim Festzug auch mit Kindern besetzt werden, das riesige Modell-Riesenrad haben sich die Festzuggestalter von den Gondlern ausgeliehen. Die hatten die aufwendige Holzkonstruktion für eine Gondelfahrt der vergangenen Jahre gefertigt – und so gut aufgehoben, dass es jetzt für den Festzug wiederverwendet werden kann.
Nicht wiederverwendet werden kann das Motiv eines Wagens, der ein wenig vom eigentlichen Thema ablenkt, aber trotzdem ganz aktuell ist: Martin Luther und seine 95 Thesen werden dabei sein, und damit haben die Pichelsteiner einen Wunsch des evangelischen Pfarrers Matthias Schricker erfüllt, nachdem die evangelische Kirche in diesem Jahr ganz groß das Reformationsjubiläum feiert.
Wenn der Festzug am Sonntag, 30. Juli, um 13.30 Uhr startet, dann werden 27 Wagen, drei Kutschen, 31 Gruppen, sieben Blaskapellen und fünf Spielmannszüge an den Zuschauern vorbeiziehen. Alle Wägen werden wieder von Pferden gezogen. Die Einteilung steht, wie Max Pletl berichtet, der seit 41 Jahren verantwortlich dafür ist, dass genügend Rösser zur Verfügung stehen. Er kann dabei auf viele treue Rosserer vertrauen; und auch die Pferde, die bei der Landshuter Hochzeit im Einsatz waren, sind bis zum Pichelsteinerfestzug wieder im heimischen Stall und bereit für das Pichelsteinerfest. Dann werden die Tigerschecken von Gunther Schopf (Rinchnach) nicht mehr den Brautwagen der der polnischen Prinzessin Hedwig durch die Landshuter Altstadt ziehen, sondern den Wagen der Regener Freundesstädte über den Regener Stadtplatz. Und die Wespen dürften dann auch kein Thema mehr sein.

PNP 17.07.2017
Wasserspiele: Stapellauf gelungen

Das schwerste Element hat ein Gewicht von 3,2 Tonnen
Regen. Die schwerste Anlage zuerst. Bis zu 3,2 Tonnen Gewicht hatte der Kranwagen der Zimmerei Brunner aus Regen am Haken, als die Wasserspieler des Pichelsteinerfests am Samstagvormittag die schweren Teile in den Regenfluss heben ließen, sie anschließend flussaufwärts schleppten und sie vertäuten, an die Stromversorgung und elektronische Steuerung anschlossen.
"Haut gut hin", meinte Helmuth Pfeffer vom Pichelsteinerkomitee, als das erste und schwerste Teil im Regen schwamm. In den vergangenen Wochen hatten die Wasserspieler die Anlagen überprüft, gereinigt, Schäden ausgebessert. Mit sechs Mann sind die Wasserspiele im Pichelsteinerkomitee vertreten, neben Pfeffer sind Markus Bartl, Josef Muhr, Matthias Muhr, Armin Pfeffer und Uwe Resch Pichelsteiner-Mitglieder. Und verlassen können sie sich schon seit vielen Jahren auf die Unterstützung durch den THW-Ortsverband Regen mit seiner Technik und seinen Helfern.
In den kommenden Tagen geht es an die Feinarbeit, rund 300 Unterwasserstrahler wollen richtig ausgerichtet sein, die 300 Düsen und die neun Pumpen mit einer Gesamtleistung von 95 Kilowatt überprüft werden. Und bei 2190 Meter Kabel und 1650 Meter Luftleitungen gibt es auch nicht selten etwas auszubessern.

PNP 06.07.2017
Die Vorbereitungen für das Pichelsteinerfest laufen auf Hochtouren

Erfolgreiche Besprechung mit Vereinen und Institutionen für den Festzug
Regen. In zahlreichen Besprechungen, vielen Terminen und Telefonaten laufen derzeit die Vorbereitungen für das 143. Pichelsteinerfest, das in vier Wochen beginnt. Präsident Walter Fritz koordiniert alle Sitzungen, Termine und Maßnahmen. Am vergangenen Dienstag fand mit den Vertretern der Vereine und Institutionen, die Begleitgruppen für die Motivwägen stellen, eine Besprechung des Festzuges statt.
Walter Fritz wies auf die überregionale Bedeutung des Pichelsteinerfestes hin und gab Informationen über das heurige Fest mit seinen Themenschwerpunkten. Es wurden dabei wichtige Details zur Reihenfolge, Kleiderordnung, Sicherheit und allgemeinen Organisation im Festzuggefolge besprochen. Vor der Sitzung nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über den Stand der Vorbereitungen zu informieren. Alle waren überrascht, was da von der Arbeitsgruppe Festzug unter der Leitung von Manfred Homolka schon geschaffen wurde. Auch Motive der Gondelfahrt konnte man im Entstehen bewundern. Das Thema des Festzugs 2017 "Komm mit zum Festplatz" bietet genug Möglichkeiten, der Kreativität wieder freien Lauf zu lassen. Es sind wieder wunderschöne Festwägen für den großen Pichelsteinerfestzug, der jedes Jahr einer der Höhepunkte des Festes darstellt, entstanden.
"Die Arbeiten für den Festzug, der heuer immerhin 73 Stationen umfasst, sind sehr weit fortgeschritten", war die Feststellung von Künstler Manfred Homolka bei der Besprechung mit den Vereinen. Die Festwägen werden wieder von schönen Pferdegespannen gezogen, wobei sich Zweier- Gespanne und Vierer-Gespanne abwechseln. Max Pletl als Zugführer des Festzuges hat bereits alle Gespanne organisiert. Der Festzug wird musikalisch von sieben Blaskapellen und fünf Spielmannszügen begleitet, der Koch und die Köchekinder bilden den Rahmen. Auf Wunsch der evangelischen Kirchengemeinde wird anlässlich des Jubiläums "500 Jahre Reformation" ein Motivwagen mit dem Anschlag der Luther-Thesen gestaltet. Auch die Partnerstadt Eschwege wird mit einem Großaufgebot nach Regen kommen und beim Festzug mit mehreren Stationen dabei sein.
Ein weiterer Höhepunkt wird auch wieder der Zehner-Zug der Privatbrauerei Falter sein. "Die Besprechungsteilnehmer freuen sich schon auf den großen Auftritt und wollen mit ihren Gruppen einen wichtigen Beitrag für einen lebendigen und facettenreichen Festzug erbringen" war die abschließende Feststellung des Festzugausschusses.

PNP 28.03.2017
Heimatpreis ist Ehre und Verpflichtung

Pichelsteiner bestätigten Vorstandschaft im Amt – Dank an Willy Schicker und Christl Limböck
Regen. Präsident Walter Fritz hatte das Pichelsteiner-Komitee zur Jahreshauptversammlung einberufen. Besonders konnte er hierzu Stadtpfarrer Ludwig Limbrunner, Bürgermeisterin Ilse Oswald, die Ehrenmitglieder Manfred Homolka, Otto Pfeffer und Max Pletl, Festwirt Sepp Falter sowie Bataillonskommandeur Oberstleutnant Jan-Mirko Schmidt begrüßen.
Fritz verwies zunächst auf den Heimatpreis Niederbayern, den eine Abordnung des Pichelsteinerkomitees anlässlich eines Festakts in Passau aus den Händen von Staatsminister Markus Söder in Empfang nehmen konnte. "Dies ist eine Bestätigung für Jahrzehnte lange zuverlässige Durchführung eines der größten Heimatfeste in Ostbayern mit vielen Attraktionen und hohem Anspruch auf Tradition und Heimatpflege, darauf können wir sehr stolz sein" so Walter Fritz.
Kassier Stefan Stoiber präsentierte seinen Kassenbericht, und die Kassenprüfer Max Pletl und Helmut Bohatschek bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Alois Kreuzer erstattete erstmals seinen Bericht als neuer Platzmeister und erwähnte die für 2017 anstehenden Aufgaben. Schriftführer Martin Vanek konnte wieder auf rund 130000 Zugriffe auf die von ihm betreute Homepage verweisen.
Ein Dankeschön vom Präsidenten gab es für den bisherigen Platzmeister Willy Schicker, der diese Aufgabe 23 Jahre lang innehatte. Er habe sich damit große Verdienste für die Pichelsteiner erworben, sagte Fritz und erwähnte auch die Mithilfe von Ehefrau Annerl Schicker. Dem langjährigen Platzwart überreichte Walter Fritz ebenso ein Geschenk wie der bisherigen Geschäftsführerin Christine Limböck, die auf eigenen Wunsch aus der Vorstandschaft ausscheidet. Sie sei eine wichtige Stütze im Komitee gewesen, sagte Fritz. Insbesondere betreute sie das Vertragswesen mit Schaustellern und Fieranten und erledigte das umfangreiche Antragsverfahren für das Fest. Limböck wird aber weiterhin verschiedene Funktionen im Komitee wahrnehmen.
Von 2002 bis 2015 hatte Josef Steinhuber als Chef des Landwirtschaftsamtes alljährlich den Tag der Landwirtschaft auf dem Fest organisiert. Pichelsteiner-Präsident Fritz bestätigte Steinhuber die gute Qualität der stets gut besuchten Veranstaltungen, die einen wichtigen Teil des Festprogramms darstellen. Sie wird mittlerweile von Christian Loibl, dem neuen Amtsleiter, erfolgreich weitergeführt. Bürgermeisterin Ilse Oswald verwies in ihren Grußworten auf die Unterstützung des Komitees in vielen Bereichen.
Bei den Neuwahlen wurde Präsident Walter Fritz ebenso im Amt bestätigt wie 2. Präsident Josef Steinhuber. Kassier ist Stefan Stoiber, Schriftführer Martin Vanek, Platzmeister Alois Kreuzer. Als Kassenprüfer wurden wieder Max Pletl und Helmut Bohatschek bestimmt.
Fürs diesjährige 143. Pichelsteinerfest wurde bereits ein Termin für den Festzug-und Gondelausschuss bestimmt, der sich mit Details befassen wird.

PNP 08.03.2017
Heimatpreis: Löwenstarke Pichelsteiner

Passau/Regen. Dass das Pichelsteinerfest viel mehr als einfach ein Volksfest ist, das haben die Mitglieder des Pichelsteinerkomitees und die Regener ja schon immer gewusst. Ein Fest, das von den Bürgern für die Bürger (und die Gäste) organisiert wird, ein Fest, für das jährlich viele Tausend Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet werden.
Anerkennung fand dieses Engagement jetzt durch die Verleihung des "Heimatpreises Niederbayern", den der bayerische Heimatminister Markus Söder den Pichelsteinern am Montagabend in der Redoute in Passau verliehen hat. "Heimat ist ein Gefühl", hatte Söder vorher in einer Podiumsdiskussion zum Thema "Was ist eigentlich Heimat?" gesagt. "Ein schönes Gefühl", können die Pichelsteiner ergänzen, die schon lange wieder am Pichelsteinerfest 2017 arbeiten und die sehr angetan waren von der locker-feierlichen Stimmung beim Festakt in Passau. Zu den ersten Gratulanten gehörte Minister Helmut Brunner, der als Kenner des Pichelsteinerfests die Auszeichnung für die Pichelsteiner nur unterstützen konnte.

PNP 13.02.2017
Pichelsteiner planen zielgerichtet für das Fest 2017

Regen. Zur ersten Komiteesitzung im neuen Jahr hatte Präsident Walter Fritz die Komiteemitglieder geladen. Zunächst hieß er die "Neuen" im Komitee willkommen: Alex Sommer, Armin Pfeffer und Josef Muhr. Sie wurden gemäß Beschluss des Komitees in der Sitzung offiziell aufgenommen.
Alle drei neuen Mitglieder arbeiten schon viele Jahre aktiv und engagiert für die Pichelsteiner, sei es für die Gondelfahrt (Alex Sommer) oder die Wasserspiele (Armin Pfeffer und Josef Muhr). So war die Aufnahme nur mehr eine Formsache.
Im weiteren Verlauf der Sitzung befasste man sich bereits intensiv mit dem kommenden Fest, das von 28. Jul bis 2. August stattfindet. Der neue Platzmeister Alois Kreuzer konnte berichten, dass die beiden Festplätze bereits voll bestückt sind und man wieder attraktive Fahrgeschäfte sowie bewährte Vertragspartner verpflichten konnte. Die Verträge, so Kreuzer, sind bereits unter Dach und Fach.
Über die Themen für den Festzug sowie die Gondelfahrt wurde ebenfalls sehr zielgerichtet diskutiert. Künstler Manfred Homolka und Edwin Stoletzky hatten hierzu schon sehr konkrete Vorstellungen, die sie in nächster Zeit noch präzisieren werden. Der Tag der Wirtschaft sowie auch der Tag der Land- und Forstwirtschaft sind bezüglich der Themen und Referenten intensiv in der Vorbereitung.
Ferner wurde die Aktualisierung der Satzung besprochen, wobei noch einige rechtliche Fragen zu klären sind. Seitens des Komitees wurde begrüßt, dass sich wieder eine Gruppe der Pichelsteiner traditionsgemäß am heurigen Faschingszug beteiligt. Die Jahresversammlung mit Neuwahlen findet 23. März statt.