Pressemitteilungen 2017


Zeitungstexte stammen von der PNP - Passauer Neuen Presse

PNP 18.07.2017
Viel Rummel und ein bisschen Luther

Die Gestalter des Pichelsteinerfestzugs nehmen sich den Festplatz vor
Regen. Seit 1974 ist Manfred Homolka bei den Pichelsteinern für den Festzug verantwortlich. Da möchte man meinen, dass es für einen so erfahrenen Mann keine Überraschungen mehr gibt. Weit gefehlt, dieses Mal kämpfen die Festzuggestalter mit einem Problem, das sie so noch nicht hatten. Und das hängt mit der Attraktivität eines Festwagens zusammen. War es das dämmende Styropormaterial, oder war es die attraktive gelbe Farbe, mit der das Styropor gestrichen ist? Auf jeden Fall hatte der Wagen eine sehr große Anziehungskraft auf Wespen, die ihn erst umschwärmten und schließlich ein Nest im Wagen bauten. Chemie wird das Wespen-Problem lösen.
Aber sonst sind die Festzuggestalter Manfred Homolka, Erwin Ertl und der Pferde-Organisator Max Pletl schon recht entspannt. Es stehen nur noch Restarbeiten an. Franziska Ulrich steht mit einer Staffelei auf dem Wagen, auf dem die Arbeit der Postkellerfreunde dargestellt wird, sie tackert die grünen Girlanden fest.
"Komm mit zum Festplatz" haben sich die Pichelsteiner als Festzugmotto 2017 gegeben. "Ich habe es aussuchen dürfen", sagt Homolka, und man wollte damit ein wenig die Schausteller würdigen – und zwei Männer, die intensiv mit den Schaustellern zu tun haben. Den bisherigen Platzmeister, jetzt Ehrenplatzmeister, Willy Schicker und seinen Nachfolger Alois Kreuzer. Ihnen hat Homolka quasi einen Thron auf einem der Wagen gebaut, auf dem sie hoch über einem Festplatz sitzen werden – und gleichzeitig haben sie das Privileg, beim Festzug gefahren zu werden, die allermeisten anderen Pichelsteinerkomitee-Mitglieder müssen den Festzug zu Fuß absolvieren.
"Zuerst ein Schuss, dann ein Kuss", steht auf dem Wagen mit dem imaginären Schützenstand, auf einem anderen stehen Autoscooter, die beim Festzug auch mit Kindern besetzt werden, das riesige Modell-Riesenrad haben sich die Festzuggestalter von den Gondlern ausgeliehen. Die hatten die aufwendige Holzkonstruktion für eine Gondelfahrt der vergangenen Jahre gefertigt – und so gut aufgehoben, dass es jetzt für den Festzug wiederverwendet werden kann.
Nicht wiederverwendet werden kann das Motiv eines Wagens, der ein wenig vom eigentlichen Thema ablenkt, aber trotzdem ganz aktuell ist: Martin Luther und seine 95 Thesen werden dabei sein, und damit haben die Pichelsteiner einen Wunsch des evangelischen Pfarrers Matthias Schricker erfüllt, nachdem die evangelische Kirche in diesem Jahr ganz groß das Reformationsjubiläum feiert.
Wenn der Festzug am Sonntag, 30. Juli, um 13.30 Uhr startet, dann werden 27 Wagen, drei Kutschen, 31 Gruppen, sieben Blaskapellen und fünf Spielmannszüge an den Zuschauern vorbeiziehen. Alle Wägen werden wieder von Pferden gezogen. Die Einteilung steht, wie Max Pletl berichtet, der seit 41 Jahren verantwortlich dafür ist, dass genügend Rösser zur Verfügung stehen. Er kann dabei auf viele treue Rosserer vertrauen; und auch die Pferde, die bei der Landshuter Hochzeit im Einsatz waren, sind bis zum Pichelsteinerfestzug wieder im heimischen Stall und bereit für das Pichelsteinerfest. Dann werden die Tigerschecken von Gunther Schopf (Rinchnach) nicht mehr den Brautwagen der der polnischen Prinzessin Hedwig durch die Landshuter Altstadt ziehen, sondern den Wagen der Regener Freundesstädte über den Regener Stadtplatz. Und die Wespen dürften dann auch kein Thema mehr sein.

PNP 17.07.2017
Wasserspiele: Stapellauf gelungen

Das schwerste Element hat ein Gewicht von 3,2 Tonnen
Regen. Die schwerste Anlage zuerst. Bis zu 3,2 Tonnen Gewicht hatte der Kranwagen der Zimmerei Brunner aus Regen am Haken, als die Wasserspieler des Pichelsteinerfests am Samstagvormittag die schweren Teile in den Regenfluss heben ließen, sie anschließend flussaufwärts schleppten und sie vertäuten, an die Stromversorgung und elektronische Steuerung anschlossen.
"Haut gut hin", meinte Helmuth Pfeffer vom Pichelsteinerkomitee, als das erste und schwerste Teil im Regen schwamm. In den vergangenen Wochen hatten die Wasserspieler die Anlagen überprüft, gereinigt, Schäden ausgebessert. Mit sechs Mann sind die Wasserspiele im Pichelsteinerkomitee vertreten, neben Pfeffer sind Markus Bartl, Josef Muhr, Matthias Muhr, Armin Pfeffer und Uwe Resch Pichelsteiner-Mitglieder. Und verlassen können sie sich schon seit vielen Jahren auf die Unterstützung durch den THW-Ortsverband Regen mit seiner Technik und seinen Helfern.
In den kommenden Tagen geht es an die Feinarbeit, rund 300 Unterwasserstrahler wollen richtig ausgerichtet sein, die 300 Düsen und die neun Pumpen mit einer Gesamtleistung von 95 Kilowatt überprüft werden. Und bei 2190 Meter Kabel und 1650 Meter Luftleitungen gibt es auch nicht selten etwas auszubessern.

PNP 06.07.2017
Die Vorbereitungen für das Pichelsteinerfest laufen auf Hochtouren

Erfolgreiche Besprechung mit Vereinen und Institutionen für den Festzug
Regen. In zahlreichen Besprechungen, vielen Terminen und Telefonaten laufen derzeit die Vorbereitungen für das 143. Pichelsteinerfest, das in vier Wochen beginnt. Präsident Walter Fritz koordiniert alle Sitzungen, Termine und Maßnahmen. Am vergangenen Dienstag fand mit den Vertretern der Vereine und Institutionen, die Begleitgruppen für die Motivwägen stellen, eine Besprechung des Festzuges statt.
Walter Fritz wies auf die überregionale Bedeutung des Pichelsteinerfestes hin und gab Informationen über das heurige Fest mit seinen Themenschwerpunkten. Es wurden dabei wichtige Details zur Reihenfolge, Kleiderordnung, Sicherheit und allgemeinen Organisation im Festzuggefolge besprochen. Vor der Sitzung nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über den Stand der Vorbereitungen zu informieren. Alle waren überrascht, was da von der Arbeitsgruppe Festzug unter der Leitung von Manfred Homolka schon geschaffen wurde. Auch Motive der Gondelfahrt konnte man im Entstehen bewundern. Das Thema des Festzugs 2017 "Komm mit zum Festplatz" bietet genug Möglichkeiten, der Kreativität wieder freien Lauf zu lassen. Es sind wieder wunderschöne Festwägen für den großen Pichelsteinerfestzug, der jedes Jahr einer der Höhepunkte des Festes darstellt, entstanden.
"Die Arbeiten für den Festzug, der heuer immerhin 73 Stationen umfasst, sind sehr weit fortgeschritten", war die Feststellung von Künstler Manfred Homolka bei der Besprechung mit den Vereinen. Die Festwägen werden wieder von schönen Pferdegespannen gezogen, wobei sich Zweier- Gespanne und Vierer-Gespanne abwechseln. Max Pletl als Zugführer des Festzuges hat bereits alle Gespanne organisiert. Der Festzug wird musikalisch von sieben Blaskapellen und fünf Spielmannszügen begleitet, der Koch und die Köchekinder bilden den Rahmen. Auf Wunsch der evangelischen Kirchengemeinde wird anlässlich des Jubiläums "500 Jahre Reformation" ein Motivwagen mit dem Anschlag der Luther-Thesen gestaltet. Auch die Partnerstadt Eschwege wird mit einem Großaufgebot nach Regen kommen und beim Festzug mit mehreren Stationen dabei sein.
Ein weiterer Höhepunkt wird auch wieder der Zehner-Zug der Privatbrauerei Falter sein. "Die Besprechungsteilnehmer freuen sich schon auf den großen Auftritt und wollen mit ihren Gruppen einen wichtigen Beitrag für einen lebendigen und facettenreichen Festzug erbringen" war die abschließende Feststellung des Festzugausschusses.

PNP 28.03.2017
Heimatpreis ist Ehre und Verpflichtung

Pichelsteiner bestätigten Vorstandschaft im Amt – Dank an Willy Schicker und Christl Limböck
Regen. Präsident Walter Fritz hatte das Pichelsteiner-Komitee zur Jahreshauptversammlung einberufen. Besonders konnte er hierzu Stadtpfarrer Ludwig Limbrunner, Bürgermeisterin Ilse Oswald, die Ehrenmitglieder Manfred Homolka, Otto Pfeffer und Max Pletl, Festwirt Sepp Falter sowie Bataillonskommandeur Oberstleutnant Jan-Mirko Schmidt begrüßen.
Fritz verwies zunächst auf den Heimatpreis Niederbayern, den eine Abordnung des Pichelsteinerkomitees anlässlich eines Festakts in Passau aus den Händen von Staatsminister Markus Söder in Empfang nehmen konnte. "Dies ist eine Bestätigung für Jahrzehnte lange zuverlässige Durchführung eines der größten Heimatfeste in Ostbayern mit vielen Attraktionen und hohem Anspruch auf Tradition und Heimatpflege, darauf können wir sehr stolz sein" so Walter Fritz.
Kassier Stefan Stoiber präsentierte seinen Kassenbericht, und die Kassenprüfer Max Pletl und Helmut Bohatschek bestätigten eine einwandfreie Kassenführung. Alois Kreuzer erstattete erstmals seinen Bericht als neuer Platzmeister und erwähnte die für 2017 anstehenden Aufgaben. Schriftführer Martin Vanek konnte wieder auf rund 130000 Zugriffe auf die von ihm betreute Homepage verweisen.
Ein Dankeschön vom Präsidenten gab es für den bisherigen Platzmeister Willy Schicker, der diese Aufgabe 23 Jahre lang innehatte. Er habe sich damit große Verdienste für die Pichelsteiner erworben, sagte Fritz und erwähnte auch die Mithilfe von Ehefrau Annerl Schicker. Dem langjährigen Platzwart überreichte Walter Fritz ebenso ein Geschenk wie der bisherigen Geschäftsführerin Christine Limböck, die auf eigenen Wunsch aus der Vorstandschaft ausscheidet. Sie sei eine wichtige Stütze im Komitee gewesen, sagte Fritz. Insbesondere betreute sie das Vertragswesen mit Schaustellern und Fieranten und erledigte das umfangreiche Antragsverfahren für das Fest. Limböck wird aber weiterhin verschiedene Funktionen im Komitee wahrnehmen.
Von 2002 bis 2015 hatte Josef Steinhuber als Chef des Landwirtschaftsamtes alljährlich den Tag der Landwirtschaft auf dem Fest organisiert. Pichelsteiner-Präsident Fritz bestätigte Steinhuber die gute Qualität der stets gut besuchten Veranstaltungen, die einen wichtigen Teil des Festprogramms darstellen. Sie wird mittlerweile von Christian Loibl, dem neuen Amtsleiter, erfolgreich weitergeführt. Bürgermeisterin Ilse Oswald verwies in ihren Grußworten auf die Unterstützung des Komitees in vielen Bereichen.
Bei den Neuwahlen wurde Präsident Walter Fritz ebenso im Amt bestätigt wie 2. Präsident Josef Steinhuber. Kassier ist Stefan Stoiber, Schriftführer Martin Vanek, Platzmeister Alois Kreuzer. Als Kassenprüfer wurden wieder Max Pletl und Helmut Bohatschek bestimmt.
Fürs diesjährige 143. Pichelsteinerfest wurde bereits ein Termin für den Festzug-und Gondelausschuss bestimmt, der sich mit Details befassen wird.

PNP 08.03.2017
Heimatpreis: Löwenstarke Pichelsteiner

Passau/Regen. Dass das Pichelsteinerfest viel mehr als einfach ein Volksfest ist, das haben die Mitglieder des Pichelsteinerkomitees und die Regener ja schon immer gewusst. Ein Fest, das von den Bürgern für die Bürger (und die Gäste) organisiert wird, ein Fest, für das jährlich viele Tausend Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet werden.
Anerkennung fand dieses Engagement jetzt durch die Verleihung des "Heimatpreises Niederbayern", den der bayerische Heimatminister Markus Söder den Pichelsteinern am Montagabend in der Redoute in Passau verliehen hat. "Heimat ist ein Gefühl", hatte Söder vorher in einer Podiumsdiskussion zum Thema "Was ist eigentlich Heimat?" gesagt. "Ein schönes Gefühl", können die Pichelsteiner ergänzen, die schon lange wieder am Pichelsteinerfest 2017 arbeiten und die sehr angetan waren von der locker-feierlichen Stimmung beim Festakt in Passau. Zu den ersten Gratulanten gehörte Minister Helmut Brunner, der als Kenner des Pichelsteinerfests die Auszeichnung für die Pichelsteiner nur unterstützen konnte.

PNP 13.02.2017
Pichelsteiner planen zielgerichtet für das Fest 2017

Regen. Zur ersten Komiteesitzung im neuen Jahr hatte Präsident Walter Fritz die Komiteemitglieder geladen. Zunächst hieß er die "Neuen" im Komitee willkommen: Alex Sommer, Armin Pfeffer und Josef Muhr. Sie wurden gemäß Beschluss des Komitees in der Sitzung offiziell aufgenommen.
Alle drei neuen Mitglieder arbeiten schon viele Jahre aktiv und engagiert für die Pichelsteiner, sei es für die Gondelfahrt (Alex Sommer) oder die Wasserspiele (Armin Pfeffer und Josef Muhr). So war die Aufnahme nur mehr eine Formsache.
Im weiteren Verlauf der Sitzung befasste man sich bereits intensiv mit dem kommenden Fest, das von 28. Jul bis 2. August stattfindet. Der neue Platzmeister Alois Kreuzer konnte berichten, dass die beiden Festplätze bereits voll bestückt sind und man wieder attraktive Fahrgeschäfte sowie bewährte Vertragspartner verpflichten konnte. Die Verträge, so Kreuzer, sind bereits unter Dach und Fach.
Über die Themen für den Festzug sowie die Gondelfahrt wurde ebenfalls sehr zielgerichtet diskutiert. Künstler Manfred Homolka und Edwin Stoletzky hatten hierzu schon sehr konkrete Vorstellungen, die sie in nächster Zeit noch präzisieren werden. Der Tag der Wirtschaft sowie auch der Tag der Land- und Forstwirtschaft sind bezüglich der Themen und Referenten intensiv in der Vorbereitung.
Ferner wurde die Aktualisierung der Satzung besprochen, wobei noch einige rechtliche Fragen zu klären sind. Seitens des Komitees wurde begrüßt, dass sich wieder eine Gruppe der Pichelsteiner traditionsgemäß am heurigen Faschingszug beteiligt. Die Jahresversammlung mit Neuwahlen findet 23. März statt.