Pressemitteilungen 2015


Zeitungstexte stammen von der PNP - Passauer Neuen Presse

PNP 22.08.2015
Ein Fest wie aus dem Bilderbuch

"Alle waren begeistert", sagte Präsident Walter Fritz in der Bilanz-Sitzung des Komitees
Regen. Zur traditionellen Bilanz-Sitzung hat Präsident Walter Fritz die Pichelsteiner-Komiteemitglieder nach dem großen Fest eingeladen. " Wir wollen trotz eines sehr erfolgreichen Festes alle wichtigen Bereiche und Aktivitäten gleich nochmal Revue passieren lassen, um Vorschläge und Kritikpunkte für das kommende Jahr vorzumerken", so Fritz.

"Das Fest war einmalig. Es gab keine Probleme bezüglich Sicherheit und Lärm", stellte Fritz vorab klar. "Man traf friedliche gut gelaunte Festbesucher, und alle waren begeistert vom Festverlauf." Der jüngst sanierte Pichelsteiner-Steg bekam ebenso Bestnoten wie die Pichelsteinerserenade zum Auftakt des Festes, der Ausmarsch am Freitag mit seinen zahlreichen Köchekinder unter der Führung von Christine Arend und die souveräne Anzapferin Ilse Oswald, die Gondelfahrt mit der Moderation von Günther Arend, der Gedächtnisgottesdienst am Sonntag mit Stadtpfarrer Ludwig Limbrunner und der musikalischen Umrahmung durch Otto Pfeffer und Wastl Weinberger.

Der Festzug am Sonntag habe von der Teilnahme der Gruppen und der Besucherzahl her alle bisherigen Rekorde gesprengt. Max Pletl hatte als Festzugführer die 31 Fußgruppen, 25 Festgespanne, zehn Kapellen und drei Kutschen fest in der Hand.

Walter Fritz ließ auch den Tag der Wirtschaft mit Manfred Brückl von der Firma Pfleiderer Spezialpapiere Teisnach und Herbert Unnasch von der Arberland REGio GmbH, das Pichelsteiner-Essen und den Tag der Landwirtschaft mit Staatsminister Helmut Brunner als Hauptredner Revue passieren.

Die weiteren Begleitprogramme mit dem Pichelsteiner-Festschießen der Regener Schützen sowie dem Asphaltschießen des EC Moizerlitz verliefen ebenfalls bestens. Die vielseitige und attraktive Bestückung der beiden Festplätze durch Platzmeister Willy Schicker wurde sehr gelobt. Wichtig waren hier die von der Familie Schiller bereit gestellten Flächen für den Festplatz 1. Lob gab es für die beiden Festküchen Kagerbauer und Stoiber, die neuen Wasserspiele und den Lichterreigen und das Pichelsteinerambiente, die BRK -Bereitschaft Regen, die Feuerwehren Regen, Schweinhütt und Rinchnach, die den Festzug absicherten.

Die von Schriftführer Martin Vanek gestaltete Homepage der Pichelsteiner sei von Usern über 100000 Mal angeklickt worden, berichtete Fritz: "Das ist ein aktueller Gradmesser für die Beliebtheit und den hohen Stellenwert des Pichelsteinerfestes". Sein Fazit: "Wir können mit Stolz zurückblicken auf ein gelungenes Fest mit sehr großer positiver Ausstrahlung in die Region. Mit diesem hohen Qualitätsanspruch wollen wir auch die kommenden Jahre mit neuen Ideen und geübter Tradition meistern."


PNP 31.07.2015
Die Bilanz fällt eindeutig aus: Ein traumhaftes Fest

Organisatoren betonen den friedlichen Charakter des Pichelsteinerfests – Besuch des Festzugs lässt sich wohl nicht mehr steigern
Regen. Pichelsteinerpräsident Walter Fritz muss ein wenig nach Superlativen suchen, als er gefragt wird, wie er das Pichelsteinerfest 2015 bilanziert. "Ich bin überzufrieden", sagt er dann, und die Begeisterung über das Fest ist ihm auch am Tag 1 nach dem Fest, am Donnerstagmorgen, noch anzumerken. "Das ganz große Aushängeschild war dieses Mal der Festzug, da haben wir neue Maßstäbe gesetzt", meint Fritz, der auch sagt, dass man von der Resonanz aus den anderen Landkreis-Gemeinden auch überrascht gewesen sei. "Viele haben da erst gemerkt, welche Wucht hinter dem Pichelsteinerfest steckt", so Fritz, der das Gesamtpaket so gut gelungen fand. Gondelfahrt und Festzug, die Kundgebungen ("Der Tag der Wirtschaft war in diesem Jahr besser besucht als im vergangenen", sagt er) und natürlich das Pichelsteineressen. Beim Tag der Landwirtschaft kam Fritz mit dem Wald-Vereins-Vorsitzenden aus Grattersdorf zusammen, der am kommenden Wochenende das Büchelsteinerfest mitorganisiert. Der war vom Regener Fest sehr angetan. Die Verstimmungen zwischen Regenern und Grattersdorfern wegen der Fest-Herkunft sind ausgeräumt.

Die Befürchtung, dass von den Gemeinden, die ja schon beim Festzug dabei waren, keine mehr zum Tag der guten Nachbarschaft kommen würde, erfüllte sich nicht. Nur aus einer einzigen Gemeinde war keine offizielle Abordnung gekommen, wie Bürgermeisterin Ilse Oswald ganz glücklich feststellen konnte. Immer noch begeistert ist die Bürgermeisterin vom Festzug, den sie am Stadtplatz aus Zuschauerperspektive verfolgte.

"Das ruhigste Fest, das ich erlebt habe", sagt Festwirt Sepp Falter zum diesjährigen Pichelsteinerfest. Das bezieht er nicht auf den Getränkeabsatz – wie immer Betriebsgeheimnis –, sondern auf die Stimmung, die zwar ausgelassen, aber nicht aggressiv war. Bis auf die beiden letzten Tage war auch das Wetter optimal. Nicht zu heiß. "Besser es regnet, als dass es wahnsinnig heiß ist", sagt Falter. In den vergangenen Jahren habe sich beim Besuch vor allem der Dienstag stark entwickelt. Gestern war großes Aufräumen angesagt, "am Freitagabend soll man vom Fest nichts mehr sehen", so Falter.

Mit einer gewissen Unruhe geht Regens Polizeichef Manfred Buchinger immer in Richtung Pichelsteinerfest. "Sehr zufrieden" ist er aus Polizeisicht mit dem Verlauf. Vier Diebstähle, sieben Fälle von Körperverletzung, eine Trunkenheitsfahrt, zwei Sachbeschädigungen, einige Beleidigungen, zwei Ausparkunfälle, eine Fahrerflucht und zwei Fälle von Lärmbelästigung hat er in der Statistik aufgelistet. Was angesichts der Menschenmassen keine große Sache ist. Negativ: Von einigen Betrunkenen mussten sich die Beamten wüste Beleidigungen anhören.

Ebenfalls von einem "ruhigen Fest" sprach BRK-Bereitschaftsleiter Wolfgang Stoiber. Die BRK-Frauen und Männer mussten dieses Mal nur fünf Festbesucher wegen eines Vollrausches behandeln. An zweiter Stelle bei den Verletzungen: Blasen an den Füßen. 13 Festbesucher bekamen Kreislaufprobleme, 52 Mal mussten Schnitt- oder Schürfwunden versorgt werden, vier Mal die Opfer von Insektenstichen, vier Festbesucher wurden zur Weiterbehandlung ins Krankenhaus gebracht.


PNP 31.07.2015
Franz Nothaft sorgt seit 25 Jahren für den guten Ton

Ehrung beim Pichelsteiner-Schaustellertreffen
Regen. Bei der Schausteller-Brotzeit, die alljährlich am Pichelsteiner-Dienstag stattfindet, wurden auch heuer wieder die Kontakte zwischen dem Komitee und den Schaustellern, Standbetreibern sowie Fieranten auf dem Pichelsteinerfest gepflegt. Pichelsteinerpräsident Walter Fritz ging auf die harmonische Zusammenarbeit mit allen auf beiden Festplätzen tätigen Vertragspartnern ein. Es herrsche bei den Schaustellern vollste Zufriedenheit, von der Gesamtorganisation bis zur hohen Zahl der Festbesucher passe alles. Alle bestätigten, dass sie sich sehr wohl fühlen beim Pichelsteinerfest, so Fritz.

Platzmeister Willy Schicker lobte in seinem Bericht die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Geschäftspartner und stellte die langjährige Treue einiger Unternehmen heraus. Er gedachte der im April verstorbenen Schaustellerin Margot Heppenheimer, die mit über 50 Jahren Anwesenheit beim Pichelsteinerfest schon zu einer Institution geworden war.

Eine besondere Ehrung wurde dem Ehepaar Nothaft aus Pankofen zuteil, das seit 25 Jahren mit seinem Technikwagen für die Tonübertragung während der Gondelfahrt sorgt. Mit den Moderatoren von Raimund Karl über Ilse Oswald bis hin zu Günther Arend arbeiteten Franz und Maria Nothaft seit 1990 bestens zusammen und sorgten somit für die wichtige Untermalung der Gondelfahrt mit Musik und Ton. Walter Fritz überreichte als Dankeschön für die langjährige Treue ein von Manfred Homolka graviertes Glaspräsent.


PNP 30.07.2015
Pichelsteiner-Festbier schmeckt auch noch mit 103

Etwa 800 Besucher beim Tag der Senioren am Pichelsteinermittwoch
Regen. Die Festhalle füllt sich, die letzten Essens- und Getränkemarkerl werden verteilt und der Geruch von Essen liegt in der Luft. Seniorenbewirtung auf dem Pichelsteinerfest, traditionell am letzten Festtag. Etwa 800 Senioren ließen sich das Fest bei Hähnchen und Würstl ordentlich schmecken. Dafür sowie für zwei Halbe Bier oder Radler gab es die Gutscheine.

Als Organisatoren überzeugten die beiden erfahrenen Pichelsteinerkomitee-Mitglieder Helmuth Pfeffer und Ehrenmitglied Kurt Fiederling. Sie sorgten dafür, dass zum einen in der Festhalle alles auf dem rechten Platz ist, zum anderen für die Essenslieferung an das Caritas-Altenheim St. Elisabeth, dort werden die Bewohner auch mit Festschmankerln bewirtet.

Fiederling, der bei den Pichelsteinern schon seit 25 Jahren für den Tag der Senioren verantwortlich ist, findet aber, dass das wichtigste die Tatsache ist, dass die Leute für ihr Essen in die Festhalle kommen, "damit sie in Gesellschaft sind". Dieser Punkt ist "ein Merkmal für Regen", so Fiederling. Dass sich das bewährt hat, ist mit einem Blick zu sehen: "Man kennt die meisten, sitzt beisammen und freut sich untereinander", sagt Fiederling zufrieden.

Womöglich ist das auch der Grund für den Erfolg des Seniorentags. Es herrschte erneut guter Besuch und man konnte wie in den Jahren zuvor eine Zunahme der Besucherzahlen verzeichnen – auch eine Auswirkung des demographischen Wandels, die Zahl der Senioren steigt.
Unter den Besuchern war auch der älteste Regener Rudolf Obermeier, der vor kurzem seinen 103. Geburtstag feiern konnte. Der gebürtige Regener, der noch im Alter von 90 Jahren beim Pichelsteiner-Festzug mitgegangen ist, war sichtlich zufrieden. Für ihn habe sich das Pichelsteiner in all "den Jahren nicht verändert". Das besondere am Pichelsteiner ist "der Humor, die Gesellschaft und das gute Bier", so Obermeier, der sich wie die anderen Gäste vom Noigal-Express bestens unterhalten ließ.

Für die Bewirtung der Senioren der Stadtgemeinde legen die Stadt Regen, die Pichelsteiner und die Brauerei Falter zusammen. Und die katholische und die evangelische Kirchengemeinde sorgen noch für eine süße Nachspeise. Eine Besonderheit beim Seniorentag: Das Festbier gibt es auch im Halbe-Krügerl.


PNP 30.07.2015
Forstbetrieb des Jahres steht in Exenbach

Tag der Landwirtschaft am Pichelsteinerfest: Minister Helmut Brunner erklärt seine Strategie für den ländlichen Raum
Regen. Der Forstbetrieb des Jahres 2015 im Landkreis Regen steht in Exenbach bei Arnbruck. Stefan und Michaela Achatz sind am Tag der Landwirtschaft auf dem Pichelsteinerfest mit diesem Preis ausgezeichnet worden, der heuer erstmals vergeben wurde.

Gestiftet hat ihn das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammen mit dem Landratsamt. Künftig soll er jährlich verliehen werden, wie Landrat Michael Adam bei der Verleihung erklärte, immer wechselnd im Landkreis Regen und im Landkreis Freyung-Grafenau.

Im Landkreis Regen, einem der waldreichsten Deutschlands, stellt der Privatwald die flächenstärkste Besitzart. Rund 42000 Hektar oder zwei Drittel aller Wälder sind in den Händen von rund 17000 Waldbesitzern. Und hier soll die Auszeichnung Leistungen von forstlich aktiven und erfolgreichen Waldbesitzern für die Forstwirtschaft, den Wald, die Natur und die Gesellschaft honorieren und deren Wirtschaftsweise und Umgang mit dem Wald als beispielgebend bekannt machen. In der Jury sind der Bund Naturschutz, die beiden Jäger-Kreisgruppen, die beiden Waldbesitzervereinigungen, Bauernverband und Landwirtschaftsamt vertreten.

An Heinrich Stadler aus Mehlbach bei Kollnburg ging der dritte Preis. Eine Sparkassenmentalität für den Wald, also das Aufsparen von hohen Vorräten, lehnt er ebenso wie seine Mitpreisträger ab. Stadler setzt auf Naturverjüngung und pflegt die sich entwickelnden Bestände mit Augenmerk auf Qualität und Mischung: Tanne, Buche, Berg- und Spitzahorn sind vertreten. Dabei braucht es Jäger, die den Wald auch mit den Augen des Waldbauern sehen. Josef Aichinger aus Wolfertsried bei Achslach bekam den zweiten Preis. Sein über 80 Hektar großer Forstbetrieb bildet eine Eigenjagd und hat als Erwerbsquelle seinen Beitrag zum Familieneinkommen zu leisten. Aichinger hat sich in der Waldarbeit professionalisiert, ist auch als Forstunternehmer im Einsatz und hat sich den Ruf erworben, so pfleglich zu arbeiten, als arbeite er in seinem eigenen Wald. Aichinger führt seinen Wald als Naturverjüngungsbetrieb.


Stefan Achatz bewirtschaftet seinen Wald ebenfalls naturnah aber wirtschaftlich. Der eine Blickwinkel auf den eigenen Wald ist: Wald ist ein Betriebszweig, der Ertrag bringen muss. Der andere Blickwinkel sagt: "Im Wald geh ich auf, ich kriege den Kopf frei, ich kenn mich aus, mir geht was von der Hand". Bei der Waldarbeit geht es Achatz um gute Qualität. Effektiv im Wald zu sein heißt für ihn, das, was die Natur vorgibt, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten weiter zu entwickeln.

Aus Sicht der Jury verfolgen die drei Preisträger ein vergleichbares Erfolgsrezept. Dazu gehört die beständige, aber kleinflächige bzw. einzelstammweise ausgerichtete Holznutzung in den älteren Beständen. Wichtig ist eine Anbindung an Forststraßen und eine Feinerschließung mit maschinenbefahrbaren Wegen. Erst dann kann pfleglich Holz geerntet werden und Werterhalt betrieben werden. Im Bild die drei Preisträger (mit Urkunden von links) Stefan Achatz, Heinrich Stadler und Josef Aichinger mit (von links) Landrat Michael Adam, BBV-Kreisobmann Roland Graf, Staatsminister Helmut Brunner, Dr. Richard Schaffner vom AELF, Michael Achatz (verdeckt), Josef Steinhuber vom AELF und Martha Stadler.


PNP 29.07.2015
Der Bayerische Weg: Premium-Klasse statt Masse

Tag der Landwirtschaft am Pichelsteinerfest: Minister Helmut Brunner erklärt seine Strategie für den ländlichen Raum
Regen. Der bayerische Landwirtschaftsminister als Hauptredner beim Tag der Landwirtschaft auf dem Pichelsteinerfest: Zweifelsohne eine Top-Besetzung. Auch wenn Helmut Brunner das "Exotische"fehlt, schließlich ist der Minister auch sonst viel in seinem Heimatlandkreis unterwegs. Mit einem "erweiterten Grußwort" lässt es Brunner auch bei einem Heimspiel nicht gut sein, Ehrensache. Er arbeitete sein Thema – "Der Bayerische Weg in der Politik für Landwirtschaft und ländlichen Raum" in einem umfassenden Vortrag ab.

Zuvor hatte Josef Steinhuber, Leiter des Landwirtschaftsamtes, die Kundgebung im gut gefüllten Faltersaal eröffnet. Und Steinhuber erwähnte, dass der Minister gerade für den Pichelsteiner-Termin in den vergangenen Jahren nicht als Redner zu bekommen war – wegen Kabinetts-Terminen. Vor dem Hauptredner widmeten sich schon die Grußwortredner ausgiebig dem Thema Landwirtschaft: Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald, Bundestagsabgeordneter Alois Rainer, BBV-Bezirkspräsident Gerhard Stadler.

Was versteht Brunner nun unter dem Bayerischen Weg? Ihm sei jeder landwirtschaftliche Betrieb in Bayern gleich viel wert, stellt er klar. Jeder Hof soll, unabhängig von der Größe, in seiner Existenz erhalten werden, und dabei will Brunner zahlreiche Modelle nebeneinander haben. Der intensiv wirtschaftende Großbetrieb muss ebenso dabei sein wie der kleine Hof mit zusätzlichen Einkommen wie etwa Urlaub auf dem Bauernhof. Zentral wichtig ist ihm das Bekenntnis zur bäuerlichen Landwirtschaft: "Unser Weg kann nicht die Masse sein", ruft Brunner aus, er will mit Qualität punkten. Diesen Ruf habe Bayern ohnehin schon, weiß Brunner von seinen Reisen in alle Welt. Wer im "Premium-Segment" einen guten Namen hat, da ist sich Brunner sicher, der kann auch ein paar Cent mehr verlangen. Und da sei gerade zuhause noch Luft nach oben, schließlich gebe es kein Land auf der Erde, in dem relativ zum Wohlstand weniger Geld für Essen ausgegeben wird als in Deutschland.

Rutschende Ferkelpreise, niedrigste Milchpreise – da kann ein Landwirtschaftsminister nur in Rage geraten. "Die Billigpreise verlangt kein Verbraucher", poltert Brunner, "die rühren lediglich aus der Konkurrenz der Discounter her." Er lehne Preisabsprachen ab, sagt Brunner, "aber es sollte, wie etwa in der Schweiz, eine Art Schamgrenze geben."

Was kann er tun? Plastisch schilderte der Landesminister, wie er nahezu wöchentlich seine Fachleute peinigt, was er denn an kurzfristigen Maßnahmen in Berlin und Brüssel vorschlagen könnte. Etwa überraschende Aufkäufe von Milchmengen, die Anhebung der Interventionspreise. Mehr tun kann Brunner über andere Wege für seine Bauern. Er nennt das neue Kulturlandwirtschaftsprogramm (Kulap), die Ausgleichszulage etwa für Bergbauern, das Stallneubau-Förderprogramm, das Junglandwirte-Programm. Und er will auch beim Bio-Landbau anschieben, unter anderem mit einem neuen Bio-Regio-Siegel. "Es ist unbefriedigend, dass immer mehr Bio-Waren bis aus Holland und sogar Bio-Kartoffeln aus Ägypten importiert werden müssen, weil die Nachfrage von unseren Bauern nicht gedeckt werden kann."

Im Forst-Bereich sind ihm die von Naturschützern geforderten Flächenstilllegungen ein Dorn im Auge. "Schützen und nützen" auf der gleichen Fläche, so lautet Brunners Devise. "Sonst riskieren wir, dass auf den verbliebenen Nutzflächen noch intensiver gewirtschaftet wird."

Für Brunner gehört auch ganz wesentlich zum Bayerischen Weg, dass man den Landwirt nicht einfach nur als Nahrungsmittelproduzenten sieht. "Uns selbst versorgen könnten wir auch mit einem Drittel der Betriebe, aber das wollen wir nicht", stellt Brunner klar. Die bäuerliche Landwirtschaft soll als Rückgrat des ländlichen Raumes flächendeckend erhalten bleiben.

Ein Geschenk zum Dank für den Vortrag – eine Wurzelholz-Kugel – bekam Brunner von Kreisbäuerin Katharina Zellner und BBV-Kreisobmann Roland Graf überreicht. Und Josef Steinhuber überreichte für die Pichelsteiner einen gravierten Glaskrug und im Namen des Hausherrn zehn Halbe Falter-Festbier.


PNP 29.07.2015
Die schönste Bürgermeister-Dienstversammlung

Regen. Die Stimmung ist überparteilich fröhlich bis ausgelassen, wenn die Bürgermeister aus den Landkreis-Gemeinden von Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald am Pichelsteinermontag in der Pichelsteiner-Festhalle begrüßt werden. Und die plaudernde Runde hält sich ungefähr so lange vor der Schänke, bis die Maßen, die Ilse Oswald ihren Kolleginnen und Kollegen kredenzt, geleert sind. Zur Bürgermeister-Dienstversammlung in der Festhalle gehören auch Landrat Michael Adam und Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz. Angestoßen haben (von links): Willi Dietl (Patersdorf), Hermann Brandl (Arnbruck), Michael Schaller (Rinchnach), Charly Bauer (Bayerisch Eisenstein), ein unbekannter Festgast, Walter Nirschl (Bischofsmais), Regina Penn (Zachenberg), Andreas Eckl (Prackenbach), Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz, Alois Wildfeuer (Kirchdorf), Franz Wittmann (Viechtach), Ilse Oswald (Regen), Joli Haller (Bodenmais), Gerhard Ebnet (Teisnach), Andreas Kroner (Regen), Michael Dachs (Zachenberg), Alfred Zellner (Zwiesel), Josefa Schmid (Kollnburg), Werner Blüml (Böbrach), Herbert Schreiner (Frauenau), Gaby Wittenzellner (Achslach), Hans Hutter (Drachselsried), Landrat Michael Adam, Werner Troiber (Ruhmannsfelden), Georg Fleischmann (Gotteszell), Bräu Sepp Falter, Alois Wenig (Kirchberg) und Otto Probst (Langdorf).

PNP 28.07.2015
Von Marken und Marken-Machern

Interessante Vorträge beim Tag der Wirtschaft beim Pichelsteinerfest – Die Papierfabrik Pfleiderer ist ein verborgener Champion
Regen. Es kann nicht an den Themen liegen, nicht an den Referenten. Die sind interessant. Auch der, der meint, den Landkreis Regen in- und auswendig zu kennen, der lernt noch was dazu beim "Tag der Wirtschaft" des Pichelsteinerfests. Zum Beispiel, dass das Papier, das die Kölln-Haferflocken frisch hält, aus dem Landkreis Regen kommt. Aus der Papierfabrik Pfleiderer in Teisnach. Genauso wie das Papier, das schöne Blumensträuße umhüllt, wasserfest und doch biologisch abbaubar ist. Da ist es schon ein bisschen schade, dass der Besuch am gestrigen Vormittag ein wenig schwächelte, als Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz die Gäste begrüßte. Allen voran die beiden Referenten: Manfred Brückl von der Firma Pfleiderer und Herbert Unnasch von der Kreisentwicklungsgesellschaft ArberLand REGio GmbH. Der dritte Referent, Andreas Marhoun von der Firma Kugel-Edelstahl, Viechtach, musste wegen einer kurzfristig angesetzten Besprechung mit der Konzernleitung absagen. Erfreulich: in der Besprechung ging es um einen Millionenauftrag für das Unternehmen.

Dass die Wirtschaft im Landkreis brummt, das bestätigte auch Landrat Michael Adam in seinem Grußwort. Bei 2,7 Prozent Arbeitslosenqote, faktisch Vollbeschäftigung, ist das größere Problem gegenwärtig, geeignete Fachkräfte zu finden. Adam sieht einen Lösungsweg in der Qualifizierung von Asylbewerbern, von jungen Asylbewerbern. Da entwickelte sich bei den Grußworten schon eine kleine Diskussion, denn MdB Alois Rainer (CSU) zeigte sich skeptisch, ob dieser Weg zum Erfolg führt. Bei 70 anerkannten Mangelberufen sei es jetzt schon für Ausländer sehr schnell möglich, an eine Arbeitserlaubnis zu kommen, so Rainer. Er hob auch besonders Ernst Hinskens Anteil an der Entwicklung der Region hervor, was das Publikum mit Beifall bedachte.

Die Wirtschaft der Region stand dann in den zwei Fachvorträgen im Mittelpunkt. Beim ersten konnten die Besucher ein Traditionsunternehmen kennenlernen. Seit 134 Jahren macht das Unternehmen Pfleiderer Papier, besonderes Papier, auch in kleinen Mengen ab fünf Tonnen. Aber in der Geschichte des Unternehmens habe man sich immer neu erfinden müssen; beziehungsweise das Papier neu erfinden müssen, wie Manfred Brückl berichtete. Flammhemmendes Papier, Papier, mit dem man die Wrigley’s-Kaugummis aromabewahrend einpacken kann, Papier zum Einpacken von Butter oder von Mon Cheri-Pralinen kommt aus Teisnach – und das Löschpapier in den Schulheften.. Viele Produkte gehen in die Welt. "Wir haben eine Exportquote von 60 Prozent", so Brückl, der auch sagte, dass die Papierherstellung wegen der teuren Maschinen eine kapitalintensive, aber keine personalintensive Branche sei. "Ohne Euro wären wir nicht konkurrenzfähig", sagte Brückl und unterstrich damit MdB Rainers Bekenntnis zum vereinten Europa mit einer gemeinsamen Währung. Brückl hob die hohe Treue der Mitarbeiter hervor. Über mehrere Generationen hinweg halten sie dem Unternehmen die Treue.

Größte Anstrengungen unternehme Pfleiderer gegenwärtig, um Papier als Ersatz für Kunststoffverpackungen auf den Markt zu bringen und so die Kunststoff-Flut ein wenig einzudämmen. "Verpackungen aus Papier sind nachhaltige Verpackungen, sie sind biologisch abbaubar oder wiederverwertbar, im Unterschied zu Verpackungen aus Kunststoff-Folien oder Folienverbünden", so Brückl.

Pfleiderer ist eine Marke, und Herbert Unnasch will, dass der Landkreis auch eine starke Marke wird, das ist eines der Ziele der Kreisentwicklungsgesellschaft, deren Geschäftsführer Unnasch ist. "Wir müssen das Selbstbewusstsein stärken, wir müssen uns klar machen, was wir alles haben, an Freizeitwert, an hochklassigen Unternehmen", sagte Unnasch. Ob die Arbeit der ArberLand REGio GmbH schon wirkt? "Schwer zu sagen", meinte Unnasch, aber es gebe schon Indizien: Der Kreistag aus dem oberbayerischen Miesbach kommt, um sich die GmbH-Arbeit näher anzusehen, die Zahl der Studenten, die sich Themen aus der Region für ihre Abschlussarbeiten suchen, steigt, höherklassige Sportvereine fragen bei Firmen aus der Region wegen Sponsoring an. "Es gibt Indizien, die belegen, dass wir nicht auf dem falschen Weg sind", meinte Unnasch.

Gegenwärtig läuft das Projekt "ArberLand-Premiumbetriebe" an, Nachfolger der "Bayerwald-Premium"-Produkte. Es soll ein Qualitätssiegel für Betriebe aus der Region sein. Regionalität, Sozialkompetenz, Ausbildungsaktivitäten, Nachhaltigkeit und ökologische Produktion sollen Kriterien sein für die Firmen, die das Siegel haben wollen. Eine neunköpfige Bewertungskommission wird die Anträge prüfen, bei Erfolg gibt es die Plakette, die aus Granit, Glas und Holz besteht. Und auch die Kosten dafür konnte Unnasch schon benennen. 50 Euro für die Bewerbung, dann jeweils 50 Euro für die drei Jahre, die das Prädikat gilt, macht zusammen 200 Euro. "Zu billig", kommentierte Wolfgang Maier, Wirtschaftsförderer an der Regierung von Niederbayern. Er vergleicht die Klasse der Betriebe im Landkreis mit der in anderen Regionen und kommt zum Ergebnis, dass der Landkreis Regen sehr gut dasteht. Sowohl im produzierenden Gewerbe als auch bei den Tourismus-Unternehmen.

Den "Heimatstolz", den Unnasch mit der Kreisentwicklungsgesellschaft wecken will, den hat Maier schon, wenn er ganz begeistert von der Wirtschaftsstruktur im Landkreis Regen spricht.

Sehr pünktlich und rechtzeitig vor dem Ausmarsch zum Pichelsteineressen konnte Walter Fritz die Veranstaltung beenden. Wie allerdings noch ein paar Menschen mehr zum Tag der Wirtschaft in den Faltersaal gelockt werden könnten, auf diese Frage hat auch er keine Antwort.


PNP 28.07.2015
Die Stunde der Genießer

Topf-Gucken bei Pichelsteiner-Koch Prinz
Regen. Wer Günther Prinz am Pichelsteinermontag an seiner Arbeitsstätte besuchen will, der kann auch Pech haben. Am ganz frühen Morgen zum Beispiel, da wird der Pichelsteiner-Chefkoch wortkarg sein. "Ich mach’ das jetzt zum 13. Mal", sagt Prinz, "und jedes Mal geht es so los". Prinz lässt seine Hände nervös flattern. Dass Punkt 12 Uhr für mehrere Tausend Esser das traditionsreiche Eintopfgericht auf dem Tisch steht, dass die hohen kulinarischen Erwartungen erfüllt werden – das ist keineswegs ein Selbstläufer. Auch für Routinier Prinz nicht.

Der Reporter hat Glück, er klettert zum richtigen Zeitpunkt die schmale Leiter hinauf in den "Kesselraum" in der Brauerei. Die "nervöse" Phase ist vorbei, Prinz und sein Assistent Michael Köckeis strahlen Entspanntheit aus. Nein, jetzt kann eigenlich nichts mehr schiefgehen. Stromausfall? Gibt‘s nicht, die gewaltigen Eintopf-Kochbehälter werden mit heißem Dampf aus der Brauerei beheizt. 1700 Liter fassen die Kessel, fünf an der Zahl.

Seit Samstag wird hier auf Hochtouren gearbeitet. Um sieben Uhr früh versammelt Prinz ein halbes Dutzend Helfer um sich, dann wird Gemüse geschnipselt. 425 Kilogramm Kartoffeln, 200 Kilo Karotten, 180 Kilo Zwiebeln, 90 Kilo Lauch, 70 Kilo Sellerie, am Schluss zehn Kilo Petersilie – das alles muss in die richtige Größe geschnitten werden. Immerhin, die 190 Kilogramm Rind-, 190 Kilo Schweine- und 100 Kilo Kalbfleisch kommen schon geschnitten vom Metzger.

Wenn Prinz dann am Montag um 6 Uhr die Küche betritt, stehen für jeden Behälter die roten Boxen mit den abgewogenen Zutaten bereit, mit Schildchen bestückt. "Mis en place" heißt das Zauberwort aus der Profi-Gastronomie. "Die Vorbereitung muss passen", sagt Günther Prinz, "wenn ich da mittendrin noch was nachschneiden muss, dann wird’s hektisch." Ganz entscheidend ist die Hitze. Wenn alle Kessel gefüllt sind und richtig brodeln, dann fällt schon ein wenig Spannung von ihm ab. Prinz ist mittlerweile einer der beiden dienstältesten Pichelsteiner-Köche in der 140-jährigen Fest-Geschichte, da bleiben auch Pannen nicht aus. So wie der 300-Liter-Kessel, der erst mit Verspätung richtig heiß wurde. Da schritt Prinz wie immer um 12 Uhr unter seinem Baldachin beim Auszug zur Pichelsteinerhalle mit – und eilte dann sofort wieder in die Küche. Und mit einer halben Stunde Verspätung konnte er dann auch den "Nachzügler" zur Ausgabe freigeben.

Derartiger Stress blieb Prinz und seinem Assistenten Michael Köckeis gestern erspart. Und eine gute Stunde vor dem Auszug konnte sich der Chefkoch schon wieder auf den alljährlichen Rundgang durch Festhalle und Biergarten freuen. Zu sehen, mit welcher durchaus kritischen Begeisterung sich Tausende über ihr Pichelsteiner hermachen.


PNP 27.07.2015
Acht Wunder auf dem Regen

Die Gondelfahrt begeistert die Besucher und die Paddler kämpfen mit dem heftigen Gegenwind
Regen. 40 Jahre ist er schon dabei bei der jährlichen Pichelsteiner-Gondelfahrt, aber so etwas, nein so etwas habe er noch nicht erlebt, erzählt Herbert Lang, routinierter Wassersportler und Paddler. Den Wind meinte er, der den Gondlern am Samstagabend entgegenblies. So stark war die Brise, dass es ihnen nur unter höchster Anstrengung gelang, die Gondeln Richtung Pichelsteinersteg zu paddeln.

Für die Zuschauer, die gegen den kühlen Wind gewappnet waren, war das durchaus von Vorteil, konnten sie so die Gondeln, die Edwin Stoltzky, Alex Sommer und Franz Freudenstein gestaltet haben, ein wenig länger betrachten, und diese Zeit brauchte es auch, um die Details an den Aufbauten bewundern zu können. Den Koloss von Rhodos oder die Zeusstatue von Phidias bei Olympia, die Pyramiden von Gizeh oder die hängenden Gärten der Semiramis. "Die sieben antiken Weltwunder" hat Stoletzky dieses Mal aufs Wasser gebracht. Dass die mitfahrenden Kinder auch immer passend dazu gekleidet sind, dafür sorgt Renate Hanke mit ihrem Kostümfundus. Die jungen Ägypterinnen wurden vor dem Ablegen noch von Eva Stern kunstvoll (und intensiv) geschminkt.

Kundig vorgestellt wurden die Gondeln von Pichelsteiner-Mitglied Günther Arend, der auch Bürgermeisterin Ilse Oswald in der Sprecherkabine begrüßen konnte. Übereinstimmend lobten sie das große Engagement der Gondler, die seit Mai an den Motiven gearbeitet hatten. Eine Neuigkeit blieb den Zuschauern verborgen. Nicht nur Schlauchboote trugen die schweren Aufbauten, auch zwei Robson-Kanus, die miteinander verbunden waren, bildeten einen schwimmenden Untersatz. Die Boote der Bundeswehr sind reparaturanfällig, werden im kommenden Jahr nicht mehr zur Verfügung stellen und sollen durch Kanus ersetzt werden. Leichter zu paddeln als die schwerfälligen Schlauchboote sind die Kanus auch.

Die Helfer der Wasserwacht waren des öfteren gefragt, um die Boote über die flachen Stellen zu ziehen und die Paddler zu unterstützen. Wie Motten das Licht, so umschwärmten Kajakfahrer des Kanuclubs mit ihren beleuchteten Wasserfahrzeugen die Gondeln.

Den ersten ganz großen Auftritt vor Publikum hatten die neuen Wasserspiele. Und der Wind sorgte dafür, dass die Zuschauer die bunten Fontänen und Wirbel nicht nur sehen, sondern auch zu spüren bekamen, denn die Gischt wurde bis ans Ufer geweht.

Nicht fehlen dürfen bei der Pichelsteiner-Gondelfahrt natürlich die Begrüßungs-Gondel, die Gondel, die den Partner- und Freundesstädten gewidmet ist, sowie die Festkoch-Gondel und der schwimmende Biergarten, auf dem das Festbier bei Musik genossen werden kann. Und hier hat es Edwin Stoletzky mit der historischen Wahrheit nicht so genau genommen. Das Pichelsteiner-Festbier ist kurzerhand zum achten Weltwunder erklärt worden.


PNP 27.07.2015
Die grandiose Landkreis-Tour

Pichelsteiner landen mit dem Festzug einen Volltreffer – Begeisterte Teilnehmer, begeisterte Zuschauer
Regen. Man soll ja vorsichtig sein mit den Superlativen, aber: Es wird sehr, sehr schwer werden, den Pichelsteiner-Festzug 2015 in den kommenden Jahren zu übertreffen. Die Zuschauerzahl, die Stimmung, die Qualität der Wägen und der Fußgruppen – und natürlich auch das Wetter, das den Festzuggestaltern um Manfred Homolka und Erwin Ertl sehr gewogen war. Es war exzellent, was gestern Nachmittag in Regen geboten war. Bürgermeisterin Ilse Oswald, die erst in der Ehrenkutsche mit Minister Helmut Brunner und MdL Alexander Muthmann fuhr, dann schnell zu "ihren" Regener Stadträten wechselte, um schließlich zur Zuschauerin zu werden, war mehr als begeistert. "Ich bin richtig bewegt, so schön ist das", meinte sie, als sie nach dem Zug Baptist Falter zu seinem Jubiläum beglückwünschte.

Das Festzug-Motto, die Gemeinden des Landkreises darzustellen, hat wirklich eingeschlagen und hat unheimlich viel Publikum nach Regen gebracht. "Ich bin wirklich beeindruckt, das hätte ich mir nicht vorstellen können, da können wir uns noch was abschauen", sagte der Viechtacher Stadtrat und CSU-Kreisvorsitzende Stefan Ebner, als er über den Stadtplatz marschierte, an dem kein wirklich kein Platz mehr war. Schon auf dem Moizerlitzplatz und auf der Ludwigsbrücke standen die Zuschauer gedrängt, um sich Wägen, Musikkapellen und Gruppen anzusehen. Unter den Fußgruppen war die Bodenmaiser Truppe die pfiffigste. "Tourismus einst und jetzt" hatten sie als Motto. Das sah dann so aus, dass Tourismus-Chef Bernhard Mosandl mit dem Segway-Stehroller durch Regen kurvte, während seine Stellvertreterin Katharina Hartl, gewandet im Stil der 50er Jahre, ein Retro-Kinderwagel schob und Bürgermeister Joli Haller den Festzug im Skigwand überstehen durfte. Das wurde auch bei den angenehmen Temperaturen eine heiße Sache.

Dass die Langdorfer ihren Aussichtsturm vom Schönecker Riegel mitfuhren, war ja schon schön. Aber noch schöner war die Erinnerung an die Einweihungsfeier, als damals Kaplan David Savarimuthu von der obersten Plattform des Turms die Festgesellschaft mit Weihwasser besprengte. Gestern tat er das auch, auf dem Weg zum Stadtplatz verspritzte er viele Liter Weihwasser.

Großen Anteil an der Stimmung haben auch die Rosserer. Bei denen gab es gestern eine Premiere: Das große Bierfass wurde erstmals von neun Rössern gezogen.


PNP 27.07.2015
25 Jahre fährt er den Schwertransport des Festzugs

Baptist Falter wird nach seiner letzten Fahrt mit dem Zehnerzug geehrt – Jetzt gibt er die Zügel in andere Hände
Regen. "Sauber Baptist, guad g‘fohrn" – die Glückwünsche prasselten nur so ein auf Johann Baptist Falter, nachdem er den Zehnerzug der Brauerei Falter gestern Nachmittag in der Deggendorfer Straße vor der Brauerei abgestellt hat. Wieder einmal eine makellose Fahrt mit Stadtplatzrunde und mit der engen Kurve beim Brauereigasthof gemeistert. Beifall brandete am Stadtplatz auf, als die zehn Percheron-Rösser auf Befehl Falters anzogen.

Zum 25. Mal hat Baptist Falter gestern den Zehnerzug beim Pichelsteinerfestzug kutschiert, das Bündel mit den Zügeln sicher in der Hand, Cousin Sepp Falter an der Bremse, die Begleitmannschaft machte den Weg frei für das lange, sehr lange Gespann. Eingespannt haben Baptist Falter und seine Helfer in Poschetsried, und zur Zugaufstellung ist er mit dem Zehnerzug durch den Umgehungstunnel gerollt. Natürlich mit Genehmigung.

"Da Sandro is der beste", sagt Falter am Ziel der Fahrt und tätschelt den Rappen, der gleich an der Deichsel eingespannt ist. Jedes Ross muss an den richtigen Platz, damit die Fuhre gleichmäßig gefahren werden kann, und Baptist kennt die Stärken und Schwächen eines jeden. Diese Erfahrung kann er jetzt an Thomas Falter weitergeben, der soll im kommenden Jahr beim Zehnerzug die Zügel in der Hand halten. "Für mi war des heid de letzte Fahrt mit’m Zehnerzug", sagt Baptist Falter.


PNP 25.07.2015
Ein Schlag am Rekord vorbei

Ausmarsch zum Pichelsteinerfest – Bürgermeisterin zapft souverän an
Regen. "I hob’s ned g‘hörd", meinte Bürgermeisterin Ilse Oswald – und sie schien sich wirklich ein wenig darüber zu ärgern, dass sie den Ruf von Sepp Falter nicht wahrgenommen hatte. Mit einem lauten "naaa" wollte er sie davon abhalten, noch einen zweiten Schlag nachzusetzen beim Anzapfen. Ein Schlag fürs erste Fass Pichelsteiner-Festbier, das hätte Rekord bedeutet.

Abgesehen von diesem klitzekleinen Makel: es war ein Pichelsteinerfestauszug wie aus dem Bilderbuch, den Max Pletl von den Pichelsteinern Punkt 16 Uhr auf den Weg schickte. Nach den drei obligatorischen Böllerschüssen. Die waren dieses Mal ein bisschen leiser als sonst. Die Kanone, abgefeuert von Willi Ertl, stand im Innenhof des Landwirtschaftsmuseums. Sicherheitsgründe, wie es hieß.

Etwas sicherer als sonst waren auch die Ehrenmitglieder der Pichelsteiner, Kurt Fiederling, Manfred Homolka, Otto Pfeffer und Ehrenvorsitzender Karlheinz Stern, unterwegs. Sie durften in der Ehrenkutsche Platz nehmen. Nachdem einer der Hengste, die die Kutsche zogen, bei den vergangenen Einsätzen immer etwas nervös war, zog Kutscher Egon Probst die Konsequenzen. Seit einigen Wochen ist der Hengst nur noch ein Wallach und deutlich ruhiger.

Die Neue Stadtkapelle Regen und der Spielmannszug Regen sorgten für den richtigen Ton und Rhythmus, die kleinen Pichelsteinerköche für die richtige Stimmung und die Regener Schützen, bei denen Pichelsteinermitglied Willy Schicker als Schützenkönig mitmarschierte, sowie die Burgfreunde und die EC Moizerlitzer sorgten für Farbtupfer beim Ausmarsch.

Routine ist es für Thomas Falter schon, das Brauereigespann um den Stadtplatz und über den Festplatz in den Brauerei-Innenhof zu steuern, wo dann ausgespannt wird. Routine soll das Anzapfen für Bürgermeisterin Ilse Oswald nicht werden. Fürs nächste Jahr hat sie es sich schon vorgenommen: Da muss der Rekord fallen.


PNP 24.07.2015
Damit Wasser und Weißbier fließen

Der große Tag: Das Pichelsteinerfest beginnt
Regen. Heute beginnt es, das Pichelsteinerfest. Gestern war nochmal Hochbetrieb bei den Vorbereitungen. Alles wird auf Hochglanz gebracht, die letzten Leitungen werden verlegt und alles wird nochmal überprüft. Für die Installation der Wasserleitungen und der Stromkabel in der Tierzuchthalle ist Konrad Geiß (55), Mitarbeiter der Brauerei Falter, zuständig. Damit alles klappt, von den Maßkrugwaschmaschinen bis zu den sanitären Anlagen, arbeiten er und seine Kollegen seit fünf Tagen voller Elan.

Aber auch neben der Tierzuchthalle gehen die Vorbereitungen in die letzte Runde. Hier im Weißbierzelt sorgt Festwirt Franz-Xaver Danzer (33) mit seinen Helfern dafür, dass die Besucher heute feiern können. Dafür wird seit Dienstag energisch gearbeitet. Neben der Bar und dem Ausschank wurden in der Zeit 60 Biertische mit dazugehörigen Bänken aufgestellt und die Waschanlagen installiert.

Mit seinen 15 Mitarbeitern und 21 Jahren Festerfahrung sorgt Danzer, der das Zelt von seinem Vater übernommen hat, dafür, dass die Besucher das Fest genießen können. Er hoffe natürlich, dass das Zelt "schön voll" werden wird, wie es in den vergangenen Jahren der Fall war.

"Das Pichelsteiner bedeutet für mich einen Riesenspaß, und es ist natürlich eine große Ehre für mich, hier sein zu dürfen", erklärt der Kaikenrieder Wirt stolz.
.


PNP 24.07.2015
Damit die Pichelsteinernächte nicht lautstark ausufern

Nachts ist der Durchgang zwischen Brauereigasthof und "Tanzboden" dicht
Regen. Auf den Festplätzen, in den Hallen ist auf dem Pichelsteinerfest nach 24 Uhr Ruhe. Dafür sorgt der Sicherheitsdienst, der die Feiernden hinauskomplimentiert. In den vergangenen Jahren war es dafür auf Plätzen in der Nähe des Fests nach 24 Uhr umso lauter. Ein neuralgischer Punkt war der Platz vor dem Brauereigasthof am Sand. Hier ließen sich die Zecher, die noch nicht heimgehen wollten, auf den Bierbänken nieder, organisierten sich irgendwoher noch Trinkbares und feierten (oft lautstark) weiter. In diesem Jahr werden die Biertisch-Garnituren vor dem Brauereigasthof über Nacht verräumt, kommen in die Gasse zwischen Brauereigasthof und dem Eingang zum "Tanzboden". Der Durchgang ist nachts versperrt. "Es ist ein Versuch, in diesem Bereich mehr Ruhe hineinzubekommen", sagt Martin Wisbauer von der Stadtverwaltung. Die Absperrung ist mit der Polizei abgesprochen.

Nebeneffekt: Die Gäste, die aus dem "Tanzboden" nach Hause gehen oder die vielleicht gar nicht erst eingelassen wurden, können nicht mehr durch die Gasse Richtung Stadtplatz ziehen, sondern müssen an der Regenpromenade entlang gehen.


PNP 24.07.2015
Serenade lockt die Zuhörer

Regen. Noch einmal durchschnaufen, bevor es heute richtig ernst wird mit dem Fest-Trubel, gemütlich im Kurpark sitzen, dem Blasorchester der Stadt Regen lauschen, schon mal das Pichelsteiner-Festbier probieren und einen milden Sommerabend genießen. Das wollten gestern Abend wieder viele Besucher, die zur Pichelsteiner-Serenade des Blasorchesters gekommen waren. Sie konnten sich von der Klasse des Klangkörpers, dirigiert von Andreas Kroner, überzeugen. Vom Udo-Jürgens-Medley bis zur böhmischen Polka, von der Filmmusik bis zum symphonischen Stück reichte die Bandbreite. Unter den Musik-Genießern waren auch Bürgermeisterin Ilse Oswald, Pichelsteinerpräsident Walter Fritz und Stadtpfarrer Ludwig Limbrunner.

PNP 23.07.2015
Bunter, besser, zuverlässiger: Die neuen Wasserspiele

Sponsoren begeistert von der Arbeit der Pichelsteiner
Regen. Es soll in Regen ja Menschen geben, die jetzt nicht so die große Begeisterung für das Volksfest Pichelsteinerfest empfinden. Aber, das sagen diese Menschen auch, "die Wasserspiele auf dem Regen, die sind schon ganz was Schönes, die sind zauberhaft". Komplimente über Komplimente für die erneuerten Wasserspiele haben am Dienstagabend auch die Pichelsteiner zu hören bekommen. Sie hatten die Sponsoren der neuen Anlage zu einer Sondervorführung auf die Sparkasseninsel geladen.

"Wir wollen den besonderen Dank der Pichelsteiner hinsichtlich der Unterstützung für dieses große Projekt zum Ausdruck bringen", sagte Pichelsteinerpräsident Walter Fritz. In einem kurzen Abriss brachte Fritz noch einmal den Werdegang näher, beginnend von den ersten Beratungen im Jahr 2010 über die Beschlussfassung des Komitees im Jahr 2011 und den Beginn des Baues dieser Anlage im Herbst 2012. 90000 Euro beträgt der Gesamtumfang der Maßnahme. Hier übermittelte Walter Fritz den Anwesenden nochmals den ausdrücklichen Dank des Komitees für die großartige Unterstützung, die den Pichelsteinern zuteil wurde. Der Dank ging an die Stadt, die örtlichen Banken sowie der vielen Firmen für ihre Unterstützung in Form von Zuschüssen, Material- und Arbeitsspenden.

Anschließend erläuterte Uwe Resch noch technische Details zur Anlage. Der Einbau in den Regenfluss erfolgte heuer im Mai und seitdem arbeitete das Programmierteam unter Uwe Resch und Florian Pröckl an verschiedenen Varianten für die Wasserspielfiguren. Abschließend dankte Fritz dem Leiter der Wasserspiele, Helmuth Pfeffer, mit seinem Team für seinen großartigen Einsatz seit 2010 für dieses Projekt und beglückwünschte die Wasserspieler zu dieser neuen Anlage. " Damit ist ein wichtiges Element für die Umrahmung unseres beliebten Pichelsteinerfestes während der Festtage für die Zukunft gesichert" so Fritz. Immerhin erbrachten die Wasserspieler in diesen Jahren eine ehrenamtliche Eigenleistung von rund 3000 Stunden.

Die Gäste genossen dann anschließend bei einer Brotzeit und Getränken die neuen Wasserspiele in der beginnenden Dämmerung, wo die neuen Lichteffekte besonders zum Ausdruck kamen.

Die Finanzierung: Eigenmaterial 3000 Euro; Eigenleistung der Arbeitsgruppe 17200 Euro; Zuschüsse öffentlich/privat 20800 Euro; Eigenkapitaleinsatz 15000 Euro; Materialspenden 34000 Euro. Geldspenden kamen von der Stadt Regen, Sparkasse Regen-Viechtach, VR-Bank Regen eG, Privatbrauerei Falter KG, e.on, Gallinger-Max-Stiftung, Orthopädie Müller, Götz Gebäudereinigung, Kaufhaus Bauer, Karl Schröder und Oswald Landtechnik. Unterstützung mit Material- und Arbeitsleistung gaben Stahlbau Hackl GmbH, Holz Schiller GmbH, Rodenstock, Firma Zistler, Sanitär- und Heizungstechnik GmbH, Privatbrauerei Falter KG, Lehrwerkstätte der Kolpingsfamilie, Stadt Regen, Firma Kilger Maschinen- und Metallbau, Elektro Wenig, Piller, Schwarzgrub, Technische Werkstätte Pohl (Zwiesel), Reifen Englmeier (Regen), Firma Rehau (Viechtach), Goldsteig-Käsereien Cham, Familie Hofmeister (Falkenstein), Probst Heizungsbau und Firma Hock GmbH, Regen.


PNP 22.07.2015
Minions und Mandeln

Zwei Tage bis zum Pichelsteinerfest: Schaustellerfamilie Heppenheimer
Regen. Das Pichelsteinerfest beginnt für Familie Heppenheimer schon immer im Herbst des Vorjahrs. Mit der Bewerbung an das Pichelsteinerkomitee. Auf 15 Volksfesten ist die Schaustellerfamilie aus Landshut in einer Saison unterwegs. Nach Regen kommt sie vom Bogener Volksfest.

Die Heppenheimers sind schon seit 1962 mit einer Losbude und dem Süßigkeitenstand auf dem Pichelsteinerfest vertreten. "Wir freuen uns jedes Jahr darauf, nach Regen zu kommen, denn die Zeit hier vor dem Fest ist fast wie Urlaub für uns", erklären Alexandra und Robertine Heppenheimer. Das läge vor allem an den netten Leuten und dem abwechslungsreichen Programm während des Festes, wobei die Gondelfahrt für sie immer ein besonderes Erlebnis ist.

Im Unterschied zu den großen Fahrgeschäften hält sich der Aufbauaufwand bei den Schwestern in Grenzen, da sie "nur" ihren Losstand bestücken müssen. Allerdings werden schon im Januar die neuesten Losgewinne bestellt. Dazu gehören dieses Jahr auch Minions, kleine gelbe Männchen aus der Filmreihe "Ich – einfach unverbesserlich". Außerdem werden im Winter die Wagen hergerichtet, damit die 15 Feste im Jahr erfolgreich verlaufen können. "Das Pichelsteinerfest ist zweifellos das größte und schönste Fest im Bayerischen Wald", beteuern die erfahrenen Schausteller. Die Arbeit wird ihnen dabei durch das Pichelsteinerkomitee und dessen Platzmeister Willy Schicker, der die Aufbauarbeiten organisiert, immens erleichtert, wie sie sagen. Auch die Familien Falter und Schiller tragen viel dazu bei, es den Schaustellern so angenehm wie möglich zu machen.
Aufgrund dieser angenehmen Umstände und der "idyllischen und zentralen Lage des Festplatzes" ist das Pichelsteinerfest für die Familie Heppenheimer zu etwas Besonderem geworden
.


PNP 21.07.2015
Heimat von Kircherl bis Kunstrasen

Der Pichelsteinerfestzug widmet sich in diesem Jahr den Landkreisgemeinden
Regen. "Wenn’s nach uns geht, mia kimma losfahren", sagt Manfred Homolka ganz entspannt und zeigt mit einer Armbewegung zu den Festwagen, die neben der Halle aufgereiht sind. Einer ist Kollnburg gewidmet, einer Achslach, dahinter steht der für die Freundesstädte und der der Bundeswehr. Gut eine Woche vor dem großen Pichelsteinerfestzug sind die Festzuggestalter fertig. Fast fertig, dort muss noch ein bisschen Stoff drapiert werden, hier vielleicht noch ein wenig Farbe aufgetragen werden. "Dahoam im Landkreis Regen – unsere Städte und Gemeinden" haben sich die Pichelsteiner in diesem Jahr als Motto gegeben. Das Thema war ein Vorschlag von Manfred Homolka, der als künstlerischer Leiter die Gestaltung zum 41. Mal verantwortet. Und er greift damit auch alte Festzug-Themen des Pichelsteinerfests auf. "Heimat" hieß das Festzugmotto 1949, "Von Regen bis Bayerisch Eisenstein" lautete es 1958, damals war der Malermeister Fritz Biller Festzuggestalter.

Den Landkreis als Einheit vieler individueller Gemeinden darstellen, das will Homolka mit dem Festzug. Genauso wie Pichelsteinerpräsident Walter Fritz freute er sich über die positive Resonanz der Gemeinden. 18 von den 24 sind beim Festzug vertreten. "In diesem Jahr habe ich sehr viel gemalt", sagt Homolka beim Rundgang durch die Falter-Halle in Oleumhütte, in der die Wägen dicht an dicht stehen. Zum Beispiel den Eisensteiner Grenzbahnhof. Auf voller Wagenlänge ist er zu sehen. Auf der einen Seite aus bayerischer Perspektive, auf der anderen aus der tschechischen Perspektive. So ins Detail gehend, dass die Zuschauer schon genau hinschauen müssen, um in etwa zu ermessen, wie viele Stunden hier gearbeitet wurde. Bei den Themen konnten die Gemeinden mitreden, die Ruhmannsfeldener wollten unbedingt dargestellt haben, dass sie den einzigen Kunstrasenplatz im Landkreis besitzen, und so rollt halt auch ein Kunstrasen mit Fußballerfiguren beim Zug mit. Neben dem Guntherkircherl, das die Rinchnacher beisteuern. Auch ein Glück für die Festzugmacher: Einige Gemeinden hatten schon Aufbauten, die sie zur Verfügung stellen. Das Viechtacher Rathaus zum Beispiel oder eben das Guntherkircherl.
Homolka ist der Künstler, Erwin Ertl ist der Konstrukteur, der dafür sorgt, dass die Aufbauten auch die nötige Stabilität haben. Auf etlichen Wägen werden ja auch Passagiere mitfahren. Homolka lässt durch seine Beschreibung vor dem Besucher einen kleinen Wald wachsen. Den braucht es hier auf dem Wagen schon, denn noch steht der Schönecker Turm – es ist der Langdorf-Wagen – ein bisschen nackert da. "Aber am Festzugsonntag sind da lauter kleine Fichten auf dem Wagen", erklärt Homolka. Und auch der Blumenschmuck für die anderen Wagen wird erst kurz vor dem Zug von fleißigen Pichelsteiner-Helfern richtig drapiert.

Ganz uneigennützig haben die Pichelsteiner das diesjährige Motto nicht gewählt. Zu jedem Gemeindewagen kommt auch eine Fußgruppe aus der jeweiligen Gemeinde. Trachtler aus Kollnburg, Kinder in Bienenkostümen aus Kirchberg, aus Bodenmais natürlich eine Truppe Touristen von einst und von jetzt werden am Pichelsteinersonntag ab 13.30 Uhr beim Festzug dabei sein. An die 1000 Leute marschieren mit.


PNP 18.07.2015
Sieben Wunder für ein wunderbares Fest

Die Pichelsteiner-Gondler wagen sich in diesem Jahr an die antiken Weltwunder
Regen. Klar, Edwin Stoletzky hätte es sich ja einfach machen können bei den Pyramiden. Drei massive Blöcke Styropor in Pyramidenform bringen, sandfarben anstreichen, fertig. Aber nein, das wollte er nicht. Er hatte die Vorstellung, dass die Pyramiden, wenn sie des nachts über den Regen gleiten, von innen heraus beleuchtet werden sollten, gelblich glühen sollen sie. Der Fluch der Pharaonen hat deshalb in diesem Zusammenhang eine ganz andere Bedeutung. "G’fluacht hob i beim Macha", sagt Stoletzky. Denn jede Treppenstufe jeder Pyramide hat er extra ausgeschnitten, alles sauber aufeinandergeklebt, bis zur Spitze. Nur so konnte gelingen, was er jetzt gerade demonstriert. Er steckt den Stecker in die Dose, die Leuchtstoffröhre in der Pyramide flackert kurz und dann ist der Effekt zu sehen, den Stoletzky, der gelernte Maler, haben wollte. Die Pyramide glüht von innen, und natürlich hat er auch die Fugen eingearbeitet.

"Das ist in diesem Jahr der Wahnsinn", sagt Manfred Homolka zu dem, was die Gondler-Mannschaft für die Pichelsteiner-Gondelfahrt gemacht hat. Und Homolkas Urteil hat Gewicht, seit 41 Jahren ist er beim Pichelsteinerfest für den Festzug verantwortlich. Das Thema der Gondler: Die sieben Weltwunder der Antike. Ein Thema, das sich Stoletzky immer schon mal vornehmen wollte.

Als er vor einigen Monaten eine Dokumentation im Fernsehen gesehen hat, ist die Entscheidung gefallen. Im Pichelsteinerkomitee gab es keinen Widerspruch, Stoletzky und seine Helfer Alex Sommer, Franz Freudenstein, Renate Hanke und als "Neuling" Elisabeth Ertl legten im Mai los. Sie stürzten sich in Detail-Arbeit. Für die hängenden Gärten der Semiramis wurde mit dem Heißdraht eine ganze Palmen-Plantage aus dem Styropor geschnitten, anschließend Palme für Palme angestrichen. Dass der Artemis-Tempel in Ephesus laut dem Geschichtsschreiber Plinius 127 Säulen hatte, das war für Stoletzky ein Befehl: Dann muss der Artemis-Tempel der Pichelsteiner-Gondelfahrt auch 127 Säulen haben. Auch wenn kaum einer der Zuschauer beim Vorbeigleiten der Gondeln in der Lage sein wird, genau nachzuzählen. Noch dazu, weil drei Reihen der Säulen gar nicht zu sehen sind.

Jetzt, eine Woche vor der Gondelfahrt, arbeiten die Meister der Styroporbearbeitung am letzten Motiv, dem Koloss von Rhodos. Zur Erleichterung haben sie die Figur nicht ganz selbst gemacht, sondern den Torso einer Schaufensterpuppe verwendet. Die natürlich etwas andere Beine benötigt. Schließlich gibt es ja die Darstellung, dass der Koloss in einer Hafeneinfahrt steht, die Schiffe segeln zwischen seinen Beinen in Richtung Hafenbecken. "Wahrscheinlich ist er aber auf einem Felsen über dem Hafen gestanden", sagt Stoletzky, der sich akribisch in die Details der antiken Weltwunder eingearbeitet hat. Die Pyramiden von Gizeh sind ja das einzige antike Weltwunder, das noch existiert. Dafür, dass die anderen sechs auch nicht in Vergessenheit geraten, dafür sorgen in diesem Jahr auch die Pichelsteiner-Gondler.


PNP 18.07.2015
MOMENT MAL

für uns, die wir in direkter Nachbarschaft zu den Pichelsteiner-Festplätzen arbeiten (dürfen), war es immer der akustische Auftakt das Fests. Erst das helle Klingen, wenn schwere Hämmer auf große Erdnägel trafen, kurz drauf war dann Wiehern zu hören. Die Ponys der Reitbahn hatten ihren Stall auf dem Pichelsteinerfest bezogen. Und weil sie vom Grenzlandfest Zwiesel anreisten, bezogen sie immer schon zum Wochenanfang vor dem Pichelsteinerfest ihren temporären Stall am Regenufer.

Sie merken es, es ist alles in der Vergangenheit geschrieben. Denn in diesem Jahr gibt es auf dem Pichelsteinerfest keine Ponyreitbahn der Familie Heppenheimer. Kein Zeltstall am Regenufer, kein Geruch nach frischen Sägespänen und nach Pferd, kein Wiehern. Altersgründe werden genannt für den Rückzug, und vor einigen Jahren sagten die Heppenheimers schon, dass das Interesse der älteren Kinder an der Ponyreiterei nicht mehr riesig sei.


Vielleicht hat die Heppenheimers auch ein wenig mürbe gemacht, dass sie sich auf manchen Festplätzen mit Aktivisten herumschlagen mussten, die die Ponyreitbahn für Tierquälerei hielten und sie deshalb verbieten lassen wollten. Kinderträger in der Ponyreitbahn, das ist vielleicht nicht der Traumjob in einem Ponyleben. Die meisten streben eher den Job als freilaufendes Wildpony im englischen Dartmoor an. Aber wir sind uns sicher, dass die Volksfest-Ponys ein angenehmeres Leben haben als die anderen Tiere, die auch ihre Runden drehen und ohne die ein Volksfest kaum vorstellbar ist: Die Gickerl, die in einem Massentierhaltungs-Stall aufwuchsen, bevor sie sich auf dem Grill drehen. Michael Lukaschik


PNP 06.07.2015
Pichelsteiner versprechen grandiosen Festzug

Mit dem Motto "Dahoam im Landkreis Regen" wurden 18 Kommunen zur Teilnahme gewonnen
Mit großer Freude konnte Pichelsteinerpräsident Walter Fritz bei der Organisationsbesprechung zum Festzug 2015 am vergangenen Donnerstag eine Vielzahl von Vertretern der Kommunen, der Bundeswehr sowie der Vereine begrüßen. Besonders hieß er Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner (Achslach) sowie die Bürgermeister Alois Wenig (Kirchberg), Willi Dietl (Patersdorf), Michael Dachs (Zachenberg), Charly Bauer (Bayer.Eisenstein), die 2. Bürgermeister Wolfgang Schiller (Langdorf) sowie Bernhard Wühr (Ruhmannsfelden) willkommen.

Zunächst konnten den Gäste die bereits fertig gestalteten Motivwägen besichtigen. Da war man sehr beeindruckt, was die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Manfred Homolka hat. Auch Motive der Gondelfahrt wurden in Augenschein genommen.

Zunächst vermittelte Walter Fritz einiges über die Geschichte, Tradition und Organisation der Pichelsteiner und des Festes. Er wies dabei auch auf die enorme Außenwirkung der Attraktionen wie Festzug, Gondelfahrt, Wasserspiele, Illumination und Zehnerzug hin. So werde über das Pichelsteinergericht, den historischen Ausgangspunkt des Festes, aktuell in einer Familienzeitschrift berichtet, wo auch der Festkoch und die Kinderköche abgebildet sind. Das zeige auch den großen Bekanntheitsgrad des Eintopfgerichtes.

Anschließend wurde die Festzugplanung besprochen. Die Teilnehmer erfuhren Einzelheiten über die Sicherheit und die Ablaufplanung. Die Mitglieder des Festausschusses sind Walter Fritz, Josef Steinhuber, Manfred Homolka, Christine Limböck, Martin Vanek, Max Pletl und Herbert Ganserer. Beim Festzug unter dem Motto " Dahoam im Landkreis Regen – unsere Städte, Märkte und Gemeinden" marschieren 18 von den 24 Kommunen des Landkreises mit: Regen, Viechtach, Zwiesel, Achslach, Arnbruck, Bayerisch Eisenstein, Bischofsmais, Bodenmais, Drachselsried,Frauenau, Kirchberg,Kirchdorf, Kollnburg, Langdorf, Patersdorf, Rinchnach, Ruhmannsfelden und Zachenberg. Teilnehmende Vereine sind die FFWRegen, Trachtenverein, Regener Schützen, die Wald-Vereins-Sektion und die Burgfreunde. Abordnungen der Bundeswehr und Reservisten begleiten einen Motivwagen. Auch der Landkreis ist mit einer Abordnung dabei. "Das wird ein grandioser Festzug, wir freuen uns schon drauf", war die einhellige Feststellung der Teilnehmer nach Abschluss der Organisationsbesprechung.


PNP 19.05.2015
Die frühe Pichelsteinerfest-Freude

Weil die neue Anlage ausgiebige Tests benötigt: Wasserspiele wurden so früh wie nie in den Regenfluss gehoben
Regen. Was ist los? Im Termin geirrt? Ist es vorverlegt worden, das größte Volksfest im Bayerischen Wald? Nein, keine Sorge, das Pichelsteinerfest beginnt nicht schon am Pfingstwochenende – auch wenn bereits ein wichtiges Fest-Element installiert worden ist: die Wasserspiele schwimmen schon im Regenfluss. Einige Wochen früher als sonst. Und das hat mit dem einen Teil zu tun, das da tonnenschwer am Haken des Schwerlastkrans des Zimmereibetriebs Schiller (Kirchberg) gehangen hat. Ganz vorsichtig hat er es in den Fluss gesetzt, das nagelneue Wasserspiel-Element. "Wir müssen ganz bestimmt noch viel einstellen und justieren, deshalb sind wir in diesem Jahr früher dran", sagt Helmuth Pfeffer, der im Pichelsteinerkomitee für die Wasserspiele verantwortlich ist. Die neue Anlage ist so etwas wie "sein Baby", jahrelang hat er überlegt und geplant, und fast genauso lang ist er bei Firmen auf der Matte gestanden und hat um Material und Unterstützung gebeten. Denn die neue Anlage sollte die Schwächen der alten Düsen und Rohre und Pumpen nicht mehr haben. Kein Rost mehr, keine von Dreck verlegten Leitungen mehr, dafür weniger Pflege- und Reparaturaufwand. Erreicht werden soll das durch die Materialwahl: Messing und Edelstahl. "Da rost’ nix mehr", sagt Pfeffer zu dem Werk, für den der Maschinenbauer Michael Stadler den Detailplan gezeichnet hat.

Pfeffer blickt jetzt gespannt von der Sparkasseninsel auf den jungen Mann im Taucheranzug, der da mit einem schweren Kabel über die Schulter durchs Wasser schreitet. Nur noch der Kopf und die Hand, die den Stecker des Kabels hält, schauen aus den Fluten, wer hätte gedacht, dass der Regen an dieser Stelle so tief ist?
Marvin Ohde, das ist der Mann, dem das Wasser gerade bis zum Hals steht, tappt ein paar Schritte nach links, wo der Regen gleich wieder flacher wird. Angekommen an dem Edelstahl-Ungetüm, das von Schwimmkörpern über dem Wasserspiegel gehalten wird, befestigt er das Steuerungskabel. Am anderen Ende verschwindet das Kabel in einem großen Schaltschrank, auch der ganz neu. Florian Pröckl und Uwe Resch haben ihn gebaut und die Schaltung programmiert, die in den kommenden Tagen ausprobiert wird. "Werd scho hinhauen", gibt sich Pröckl ganz optimistisch. Aber als er die Pumpe aktiviert, die den Wasserschleier nach oben werfen soll, passiert etwas wenig. Nur ein paar dünne Wasserstrahlen kommen aus den Düsen. Sofort wird ein Schlauchboot klargemacht, die Helfer paddeln raus und schauen nach, ob die Düsen verstopft sind.
Drei Jahre haben die Pichelsteiner-Wasserspieler an dem neuen Element gebaut, zwei Jahre wurde geplant. Die Kosten? "Geht schon", ist Pfeffers einzige Antwort, und dann ergänzt er doch noch, dass man wirklich große Hilfe von Metallspezialisten bekommen habe. Die Firmen Hackl, Kilger, Hock und Zistler haben geholfen, die Metallwerkstatt des Kolping-Berufsbildungszentrums half mit einem talentierten Edelstahlschweißer aus. Und dann natürlich die vielen Helfer, auf die die Wasserspiel-Chefs Helmuth Pfeffer und Georg Wenig zählen können: Uwe Resch und THW-Ortsbeauftragter Matthias Muhr, Sepp Muhr, Max Nirschl, Markus Bartl, Armin Pfeffer und Jossi Löffelmann.

Als Florian Pröckl den Schalter umlegt und die 35-Meter-Wasserfontäne in den Himmel steigt, schaut Pfeffer ziemlich zufrieden – und hat gleich ein wenig Pichelsteinerfest-Freude.


PNP 30.04.2015
Pichelsteiner-Festzug widmet sich dem Landkreis und seinen Gemeinden

Regen. Eine wichtige Frage für die Pichelsteiner ist die nach dem Motto für den Festzug. In diesem Jahr haben sich die Festmacher um Pichelsteinerpräsident Walter Fritz und die Festzuggestalter um Manfred Homolka das Motto "Der Landkreis Regen und seine Gemeinden" ausgesucht, wie Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald im Stadtrat jetzt informiert hat. Dabei gab es gleich die Frage zu klären, ob der Stadtrat wie sonst auch "normal" im Festzug mitmarschieren will, oder ob die Stadträtinnen und Stadträte hinter dem Regen-Wagen im Festzug einherschreiten wollen. Die Meinungsbekundung war eindeutig. Der Stadtrat bekennt sich so stark zur Stadt, dass er unbedingt hinter dem Festwagen gehen will, der die Stadt Regen repräsentiert
.

PNP 07.04.2015
Zufriedener Rückblick auf das 140. Pichelsteinerjahr

Jahresversammlung der Pichelsteiner – Stefan Stoiber ist neuer Kassier – Neue Wasserspiele
Regen. Bei der Jahreshauptversammlung des Pichelsteinerkomitees waren in diesem Jahr wieder Neuwahlen fällig. Die Vorstandsmitglieder wurden mit einer Ausnahme in ihren Ämtern bestätigt: Auf Markus König folgt Stefan Stoiber als Kassier der Pichelsteiner.
Zunächst konnte Präsident Walter Fritz eine Reihe von Ehrengästen begrüßen, darunter Stadtpfarrer Prälat Ludwig Limbrunner, Bürgermeisterin Ilse Oswald sowie die Ehrenmitglieder Kurt Fiederling, Manfred Homolka, Otto Pfeffer und Karl-Heinz Stern.
Fritz ging in seinem Bericht auf die verschiedenen Ereignisse ein, die dem 140. Festjahr einen besonderen Anstrich gaben. Dies waren die Vorstellung des Pichelsteinerfests im Münchner Presseclub im März, die Sonderausstellung "140 Jahre Pichelsteinerfest" in Weißenstein und die Beiträge zur Ausstellung "Bier und Musik" im Landwirtschaftsmuseum anlässlich des drumherum sowie der Ausflug an die Mosel.
Mit dem neuen Bataillonskomandeur Oberstleutnant Michael Torger, dem neuen THW-Ortsbeauftragten Matthias Muhr sowie dem neuen Stadtpfarrer Prälat Ludwig Limbrunner wurden drei neue Mitglieder ins Komitee aufgenommen. Kassier Markus König informierte über den Kassenstand, das Ergebnis der Kassenprüfung trug Max Pletl vor und bescheinigte einwandfreie Kassenführung. Platzmeister Willy Schicker resümierte in seinem Bericht nochmals seine intensiven Bemühungen, die beiden Festplätze noch besser auszustatten.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Präsident ist weiterhin Walter Fritz, sein Stellvertreter ist Josef Steinhuber, Schriftführer ist Martin Vanek, Geschäftsführerin ist Christine Limböck. Zum neuen Kassier wurde Stefan Stoiber gewählt, der auch ins Komitee aufgenommen wurde. Platzmeister wurde wieder Willy Schicker.
Präsident Walter Fritz leitete über zu den Vorbereitungen für das Fest 2015. "Wir sollten die Themen für Festzug, Gondelfahrt, Tag der Wirtschaft sowie Tag der Landwirtschaft bis Ende April unter Dach und Fach bringen", sagte er. So könnten die Vorbereitungen sorgfältig geplant und die Termine mit den Referenten rechtzeitig abgestimmt werden können. Platzmeister Schicker und Geschäftsführerin Christine haben die Verträge mit den Fieranten und Schaustellern für die Belegung der beiden Festplätze schon zu Jahresbeginn abgeschlossen.
Für die Arbeitsgruppe Wasserspiele, die das ganze Jahr unermüdlich an den neuen Wasserspielen arbeitete, gab Helmuth Pfeffer einen Bericht ab. Er teilte mit, dass der Neubau der Wasserspiele große Fortschritte mache und man Mitte Mai die Anlage in den Regenfluss heben werde, um die Schaltungen vor Ort zu programmieren.