Pressemitteilungen 2014


Zeitungstexte stammen von der PNP - Passauer Neuen Presse

PNP 22.11.2014
Der neue Stadtpfarrer wird ein Pichelsteiner

In der Jahresabschlusssitzung des Pichelsteinerkomitees ist Regens neuer Stadtpfarrer Prälat Ludwig Limbrunner offiziell von Präsident Walter Fritz durch Übergabe des Pichelsteinerabzeichens und mit Handschlag ins Komitee aufgenommen worden. In seinen Begrüßungworten stellte Fritz die jahrzehntelange Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen der Stadtpfarrei und den Pichelsteinern heraus. Viele Ereignisse im Festablauf stärkten immer wieder aufs Neue diese Verbindung, wie der Gedenkgottesdienst am Pichelsteiner-Sonntag sowie die Seniorenbewirtung am Mittwoch.
Stadtpfarrer Limbrunner bedankte sich für die Aufnahme und stellte klar, dass er diese bisherige gute Tradition fortzuführen gedenke. "Ich selbst habe aus meiner früheren Wirkungszeit in Regen die Leistungen des Komitees für die Stadt Regen, die Gesellschaft und auch der vielen auswärten Gäste kennen und schätzen gelernt", sagte er. Das wolle auch er so fortführen und das vertrauensvolle Zusammenwirken seines Vorgängers und jetzigen Domkapitulars Josef Ederer mit den Pichelsteiner weiterhin pflegen" so Limbrunner.

PNP 01.08.2014
Fest-Bilanz: Viel Licht und ein wenig Schatten

Pichelsteiner-Präsident spricht von einem "super Fest" – Polizei war vor allem an den ersten Tagen gefordert
Regen. Vom Riesenrad steht nur mehr das stählerne Korsett. Die Gondeln sind abmontiert. Nach und nach hievt ein Kran sie auf einen Tieflader. Aufbruchstimmung herrscht am Donnerstagvormittag auf dem Festplatz. Das Pichelsteinerfest 2014 ist Geschichte. Und was lässt sich darüber ins Geschichtsbuch schreiben? Sehr viel Erfreuliches und ein wenig Negatives.

Von einem "super Fest" spricht Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz am Tag eins nach der großen Sause. Alles sei bestens gelungen, speziell die Höhepunkte Festzug und Gondelfahrt. Nicht nur die Besucher kamen in Massen, auch die Zahl der Aktiven ist beachtlich: Fritz spricht von rund 1000 Mitwirkenden beim Festzug. Von guten Geschäften haben ihm die Schausteller erzählt. Das Pichelsteinerfest gilt in der Branche als verlässlicher Einnahmegarant.

Deshalb ist auch Fritz Thalkofer zufrieden. Der Deggendorfer baut seit 40 Jahren auf dem Pichelsteinerfest sein Kettenkarussell auf. "Guad g‘laufa" sind die sechs Festtage aus seiner Sicht. Ein dickes Lob hat der erfahrene Schausteller vor allem für zwei Mitglieder des Pichelsteiner-Komitees: Platzwart Willi Schicker ist in seinen Augen "die Nummer eins". Dann kommt auf seiner Beliebheitsskala gleich Hermann Keilhofer. Der Elektriker sei quasi immer vor Ort und damit bei Bedarf sofort zur Stelle. Thalkofer glaubt, dass die starken Besucherzahlen auch damit zusammen hängen, dass das Pichelsteinerfest keine Konkurrenz in der näheren Umgebung mehr hat – so wie früher mit dem Deggendorfer Volksfest oder der Mooser Dult.

Wer sich, wie Pichelsteinerpräsident Walter Fritz, für die Autokennzeichen der Festbesucher interessiert, dem wird schnell klar: Das Pichelsteiner ist längst nicht mehr das exklusive Heimatfest der Regener. Es zieht mittlerweile in der ganzen Region.

Nicht ganz so zugkräftig ist seit Jahren der Tag der Wirtschaft am Montagvormittag. Bei 180 bis 200 Besuchern wirkt der Faltersaal eben ziemlich leer. Wenn die Zuhörer aber, wie in diesem Jahr, sehr interessante Vorträge zu hören bekommen, ist für den Pichelsteiner-Präsidenten die Besucherzahl zweitrangig. Ob namhafte Referenten es wert wären, viel Geld für sie auszugeben, um dann vielleicht 100 Zuhörer mehr im Saal zu haben – diese Alternative hält Fritz nicht für sonderlich attraktiv.

Heftiger Auftakt, ruhiges Finale – so fällt die Festbilanz von Polizeichef Manfred Buchinger aus. Mehrere Schlägereien bescherten seiner Mannschaft gleich am Freitag und Samstag eine Menge Arbeit. Danach war es laut Buchinger friedlich. Betrunkene am Steuer oder auf den Weg dorthin, hat die Polizei diesmal gar nicht erwischt. "Verkehrsmäßig sind wir sehr zufrieden", so Buchinger. Gut zu tun hatten die Helfer vom Roten Kreuz. 163 Festbesucher waren chirurgisch zu versorgen, etwa wegen einer Schnittwunde, 23 Mal war der Einsatz internistisch, etwa wegen Kreislaufproblemen. 19 Gäste verließen das Pichelsteinerfest im Krankenwagen. Im Vorjahr waren es 26 gewesen. BRK-Bereitschaftsleiter Wolfgang Stoiber hat keine Probleme damit, Freiwillige für den Einsatz an den sechs Festtagen zu rekrutieren. Vor allem die jüngeren BRK-ler nutzen die Chance, um ihr theoretisches Wissen praktisch anzuwenden. Die stressigsten Tage für die Sanitäter sind meist der Samstag und der Mittwoch. Stoibers Erklärung für diesen Trend: Samstags ist der Besucheransturm riesig und am Mittwoch "haun‘s no ihre Biermarkerl aussi".

Wie viele Hektoliter Festbier die 42 Kellner und Bedienungen zwischen Freitag und Mittwoch geschleppt haben, darüber kann nur spekuliert werden. Bräu Sepp Falter verrät nur so viel: "Der Bierausstoß war in Ordnung". Verglichen mit dem Vorjahr, als es sehr heiß war, ist diesmal mehr Bier getrunken worden, sagt Falter. Er ist zufrieden und spricht von einem schönen Fest. Noch nicht einmal rund 1000 zerdepperte Bierkrüge können seine positive Bilanz trüben.


PNP 31.07.2014
Mit dem Hoiwa-Geld aufs Pichelsteinerfest

Senioren erinnern sich an ihre Jugend - Über 800 Besucher beim Tag der Senioren
Von Andrea Neumeier Regen. "Das Pichelsteiner lasse ich nicht ausfallen", meint Resi Weiß. Mit ihren stolzen 92 Jahren gehört die Regenerin zu den ältesten Besuchern des Pichelsteinerfestes beim "Tag der Senioren". Organisiert von Kurt Fiederling und Helmuth Pfeffer erhalten Festbesucher, die in der Stadtgemeinde Regen leben und über 70 Jahre alt sind, am Dienstagmittag kostenlos zwei Getränke und eine Mahlzeit.

Gut gefüllt ist die Pichelsteinerfesthalle zur Mittagszeit. Nur vereinzelt sind noch Plätze frei. Es wird geratscht, gelacht und angestoßen. Viele haben ihre Tracht aus dem Schrank geholt und sich in Schale geworfen. Genüsslich essen die Senioren ein halbes Gickerl oder eine Bratwurst und genießen die Gesellschaft. Im Hintergrund spielt das Musikduo "Noigal Express".
"Auch ohne Geld sind wir aufs Pichelsteiner gegangen", erzählt Sofie Ernst aus ihrer Jugend. Zur Hoiwa-Zeit hat sie kräftig gesammelt und die Beeren anschließend verkauft, damit sie sich auf dem Fest etwas leisten konnte. "Einmal bin ich zu spät nach Hause gekommen", erinnert sich die Oberneumaiserin, "dann ist mir meine Mutter mit dem Nachthemd schon entgegen gekommen."

Freundin und Arbeitskollegin Josefine Rückl hat es als junges Mädchen auch mal nicht pünktlich nach Hause geschafft. "Da musste ich dann bei der Nachbarin schlafen, weil schon zugesperrt war." Freudig und lachend sitzen die beiden mit ihren Freundinnen in der Pichelsteinerfesthalle und genießen die zünftige Atmosphäre, wie sie es vor über 40 Jahren auch schon getan haben.

Früher war es nicht so laut
Als Soldat wurde Erwin Kraus vor 53 Jahren von Bonn nach Regen in die Kaserne versetzt - und ist hier geblieben. "Auch wegen dem schönen Pichelsteinerfest", wie er sagt. "In der Jugend sind wir jedes Jahr und jeden Tag aufs Pichelsteinerfest", sagt Tischnachbar Erwin Nausch. Früher sind alle Altersgruppen noch gemeinsam zusammen gesessen – heute sind die Jungen in der Tierzuchthalle, die Älteren in der Festhalle. "Vor allem die Musik, deren Lautstärke und das Unterhaltungsprogramm hat sich verändert", bemerkt Erwin Nausch, der selbst viel musiziert hat. Trotzdem findet er es gut, dass man heute bei der Programmauswahl auf die verschiedenen Vorlieben der Altersgruppen besser eingeht.

"Die Fahrgeschäfte waren uns früher viel wichtiger", denkt Resi Weiß zurück, wie gern sie mit dem Kettenkarusell gefahren ist. Trotz des hohen Alters geht die rüstige Rentnerin noch immer jedes Jahr aufs Pichelsteinerfest. Ein fesches Dirndl hat sie an und genießt mit Freundin Ottilie Schreiner den schönen Nachmittag.

Gesponsert von der Stadt Regen, der Brauerei Falter und den Pichelsteinern, bekommen Senioren ab 70 Jahren zwischen 11 und 13 Uhr zwei Getränke und wahlweise ein halbes Gickerl oder Bratwürste kostenlos. Als Nachspeise gibt es von der katholischen und evangelischen Kirche noch eine Tafel Schokolade, die Dekan und Stadtpfarrer Josef Ederer und Pfarrer Matthias Schricker an die Senioren verteilen.

"Die 800er-Marke haben wir heuer überschritten", ist sich Kurt Fiederling bezüglich der Anzahl der Gäste sicher.

Lieferservice fürdas Altenheim
Den Fokus richtet Fiederling vor allem auf die Gesellschaft und dass die Älteren aus dem Haus kommen. Und das Konzept geht auf: Die Festhalle ist bestens gefüllt. An das Altenheim liefern die Pichelsteiner jährlich auch noch 80 halbe Gickerl und 40 Paar Bratwürste, um die oft schon gebrechlichen Bewohner am Festschmaus teilhaben zu lassen. Geändert hat sich in den über 20 Jahren wenig, seit Kurt Fiederling das Essen für die Senioren organisiert. "Außer, dass wir von Maß auf Halbe umgestiegen sind", bemerkt er. Für die Bedienungen bedeutet das zwar mehr Arbeit, aber den meisten Senioren wird die Maß zu warm, wenn sie diese nicht schnell trinken.


PNP 30.07.2014
Landwirtschaft wird überleben – in der Vielfalt

Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, nimmt die Verbraucher in die Pflicht
Regen. Bäuerliche Familienbetriebe sind keineswegs eine Randerscheinung. 90 Prozent der Höfe in Deutschland werden von Familien betrieben. Diese hohe Quote stellte gestern im Faltersaal einer heraus, der es wissen muss: Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, war Festredner auf dem 65. Tag der Land- und Forstwirtschaft beim 140. Pichelsteinerfest.
Der Mann ist in Regen kein Unbekannter. Schmidt war in der vergangenen Legislaturperiode parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium, in Zeiten, als die Schließung von Kasernen ein großes Thema war. Und in dieser Funktion hat der Franke sich stark für die Bayerwald-Grenadiere eingesetzt. Dafür dankte ihm Bürgermeisterin Ilse Oswald und attestierte ihm Natürlichkeit und Warmherzigkeit. Unterstützung und Geld könne Regen auch weiterhin gut gebrauchen, "die Arbeit machen wir dann gerne selbst".

"Ein Freund der Region"
Auch der SPD-Landrat Michael Adam hat den CSU-Mann als "sehr verbindlich und Freund der Region" kennen gelernt. "Ist unsere Landwirtschaft am Ende?", fragte Adam, um sogleich selbst die Antwort zu geben: Das Gegenteil sei der Fall. Die Belebung lokaler Produktmarken wie "Bayerwald Premium" stimme zuversichtlich.

"Der Minister schaut immer auf die ländlichen Regionen", versicherte MdB Alois Rainer. Das erlebe er als Mitglied des Bundestags-Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft hautnah. Eine Dauerbaustelle für Landwirte sprach Gerhard Stadler, BBV-Bezirkspräsident an: Bürokratie. Von einem Abbau könne keine Rede sein. Anlagen- und Düngeverordnungen bedeuteten aber nicht nur mehr Verwaltungsaufwand, sondern auch mehr Investitionen. "Wir wollen weiter eigenverantwortlich handeln", diese Forderung gab Stadler dem Bundesminister auf den Weg. Die Marschrichtung des Bauernverbandes ist klar: "Wir haben eine intakte bäuerliche Landwirtschaft zu verteidigen".

Diese Form aber brauche Unterstützung, stellte BBV-Kreisobmann Roland Graf heraus. Es sei ungerecht, wenn die Ausgleichszahlungen für Grünland- und Ackerbauern auf dem selben Niveau seien. "Bäuerliche Tierhaltung muss sich wieder lohnen", forderte Graf. Das sieht der Bundeslandwirtschaftsminister nicht anders, gab aber eines zu bedenken: "Das Tierwohl muss auch bezahlt werden". Damit nahm Schmidt die Verbraucher in die Pflicht. Die entscheidende Abstimmung in dieser Frage falle an der Ladentheke. Es gehe nicht um billige, sondern um preiswerte Lebensmittel. Generell ist Schmidt davon überzeugt, dass die Landwirtschaft in Deutschland nur in der Vielfalt wird überleben können. Dass die Kleinen eine höhere Flächenprämie bekommen als die Großen, hält er für legitim, damit kleine Familienbetriebe nicht nur wie ein Museumsstück vorgezeigt werden, sondern auch von ihrer Arbeit leben können. Die Reform des Gesetzes zur Erbschaftssteuer, die im Herbst spruchreif sein soll, ist in seinen Augen wesentlich.

"62 Millionenlocker gemacht"
Auch die viel diskutierte Maut sprach der Minister an. Er hält die Pläne seines Parteifreundes Alexander Dobrinth für ein "kluges Konzept", weil es keine streckenbezogene Belastung vorsieht. Diese würde einen Wettbewerbsnachteil für den ländlichen Raum bedeuten.

Mit welchen Summen ein Bundesminister jongliert, machte Christian Schmidt mit einer Zahl deutlich: Um die Beiträge stabil halten zu können, braucht die landwirtschaftliche Krankenversicherung einen Zuschuss. "Dafür haben wir 62 Millionen Euro locker gemacht", so Schmidt. Keine Veränderung steht bei der Sonderregelung für Agrardiesel zur Debatte, versprach der Minister. "Daran wird nicht gerüttelt".

Nicht erst seit er mit MdB Alois Rainer auf dem Baumwipfelweg in St. Englmar unterwegs war, ist Christian Schmidt davon überzeugt, dass in der Frage der Biodiversität der Bayerwald Vorbildfunktion habe. Aber: Zwangsstilllegungen seien weder in der Land- noch in der Forstwirtschaft nötig. Denn Wald sei auch Nutz- und Kulturwald, und damit ein Wirtschaftsfaktor, von dem über eine Millionen Menschen leben .


PNP 29.07.2014
Die schönste Bürgermeister-Dienstversammlung

Der Tag der guten Nachbarschaft, der Tag der Gemeinden, das ist der Montagabend auf dem Regener Pichelsteinerfest. Aus dem gesamten Landkreis starten Busse mit Abordnungen von Gemeinden und Festgemeinschaften in Richtung Pichelsteiner-Festhalle. Wie von einer geheimen Macht gesteuert, machen sich die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dann gegen 20 Uhr auf in Richtung Schänke, wo Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald ihnen einen großen Begrüßungsschluck Festbier kredenzt. Und das ist dann eindeutig die angenehmste Bürgermeister-Dienstversammlung des Jahres. Dabei waren in diesem Jahr : 2. Bürgermeister Josef Weiß (Regen, Bürgermeister Joachim Haller (Bodenmais), Pichelsteinerpräsident Walter Fritz, 3. Bürgermeister Andreas Kroner (Regen, Bürgermeister Hermann Brandl (Arnbruck), Bürgermeister Werner Troiber (Ruhmannsfelden), Bürgermeisterin Ilse Oswald (Regen), Bürgermeister Herbert Schreiner (Frauenau), Bürgermeister Charly Bauer (Bayerisch Eisenstein), Bürgermeisterin Gabriele Wittenzellner (Achslach), Bürgermeister Georg Fleischmann (Gotteszell), Bürgermeister Franz Wittmann (Viechtach), 3. Bürgermeisterin Regina Penn (Zachenberg), Bürgermeister Alois Wenig (Kirchberg), Bürgermeisterin Josefa Schmid (Kollnburg), Bürgermeister Michael Dachs (Zachenberg), 2. Bürgermeisterin Elisabeth Pfeffer (Zwiesel), Bürgermeister Walter Nirschl (Bischofsmais), Landrat Michael Adam, Bürgermeister Anton Seidl (Geiersthal), Bürgermeister Hans Hutter (Drachselsried), Bürgermeister Alois Wildfeuer (Kirchdorf) und Bürgermeister Michael Schaller (Rinchnach).

PNP 29.07.2014
3000 Portionen Pichelsteinereintopf - und es schmeckte gut!

"Alles hat wieder hervorragend geklappt", das sagte am Montagmittag Pichelsteinerkoch Günther Prinz zwischen zwei Schöpfern mit der großen Kelle, mit der er den Pichelsteinereintopf in die weißen Porzellanschüsseln füllte. Schon seit 6 Uhr morgens hatte er mit seinen Helfern in der sogenannten Saftküche gestanden, um die rund 1700 Liter Eintopf zu bereiten. Bereits am Samstag war er mit den Helfern rund sechs Stunden im Einsatz. Gemüse putzen, Gemüse schneiden, Fleisch herrichten... Beim Abschmecken stand ihm am Montag wieder Elisabeth Falter zur Seite. Das Urteil der rund 3000 Pichelsteiner-Esser von Regen: Sehr, sehr gut!

Nach dem Ausmarsch um 12 Uhr, angeführt von der Blaskapelle Möckenlohe, hatten sich die Hallen und der Biergarten schnell gefüllt, die Bedienungen schleppten Tablett um Tablett mit Pichelsteiner zu den Hungernden. Unter den Gästen beim Pichelsteineressen waren auch Minister Helmut Brunner, Regierungspräsident Heinz Grunwald, Landrat Michael Adam und seine Stellvertreter, MdB Alois Rainer und MdL Max Gibis sowie der ehemalige MdB und jetzige Präsident des Deutschen Heilbäderverbands, Ernst Hinsken.

PNP 29.07.2014
Von Milliarden Granulatkörnern und von der Genauigkeit im Nanometer-Bereich

Tag der Wirtschaft beim Pichelsteinerfest – Werkleiter Wolfgang Wilke (Excelitas) und Nikolaus Pfister (IAC) berichten
Regen. Das Thema stand gar nicht auf der Tagesordnung, aber alle Grußwortredner haben es mehr oder weniger verklausuliert angesprochen: Der neue Technologie-Campus (Fachrichtung Sensorik) der Technischen Hochschule Deggendorf, der in Viechtach angesiedelt werden soll. Minister Helmut Brunner hat das vergangene Woche verkündet. Regens Bürgermeisterin Ilse Oswald erzählte davon, dass ihr Hochschul-Präsident Peter Sperber erst vor kurzem versichert hatte, dass die Regener Bewerbungsunterlagen für einen Technologie-Campus vollständig seien und dass man ganz beruhigt sein könne, weil sich mittelfristig wohl nichts tun werde. Einigermaßen sauer war die Bürgermeisterin denn auch wegen der Entscheidung für Viechtach. Landrat Adam begrüßte die Initiative Brunners, weil ein Campus, so wie in Teisnach, eine unheimliche Anziehungskraft auf weiteres Gewerbe habe. "Mir ist es eher egal, wo ein Campus im Landkreis hinkommt, aber er soll da sein, wo es sich eine Kommune leisten kann", so der Landrat, der damit darauf anspielte, dass eine Investition in einen Campus nicht zu den Dingen gehört, die sich eine finanzschwache Kommune wie Regen derzeit leisten kann. Rund 13 Millionen Euro investiert die Gemeinde Teisnach in ihren Campus.

Kleiner Disput wegen der Campi
Minister Helmut Brunner brachte einen der im WM-Jahr so beliebten Fußballvergleiche. Wenn der ballführende Spieler sieht, dass der Mittelstürmer von zwei Mann gedeckt wird, dann schiebt er den Ball vielleicht lieber zum Linksaußen weiter und hofft, dass der das Tor macht. Wobei Ball für Technologie-Campus steht, Mittelstürmer für die Stadt Regen und Linksaußen für die Stadt Viechtach.
Auch wenn es für die Besucher im Faltersaal ganz interessant war zu hören, wie die Campus-Entscheidung beurteilt wird, waren sie doch wegen eines anderen Themas gekommen. Sie wollten hören, wie es weltweit agierende Unternehmen aus der Region schaffen, mit Qualität zu punkten.

Dass Qualität in seinem Unternehmen in Nanometern gemessen wird, das machte Wolfgang Wilke deutlich, Werkleiter bei Qioptiq; das Unternehmen gehört seit vergangenem Herbst zur weltweit tätigen Excelitas-Gruppe. Zurück zum Nanometer, ein menschliches Haar ist ungefähr 50000 Nanometer dick. Und die Mitarbeiter von Wolfgang Wilke bearbeiten manche Linsensysteme, bei denen es auf eine Genauigkeit von zwei Nanometern ankommt. Präzisionsoptische Elemente werden bei Qioptiq/Excelitas gefertigt, aus rund 200 verschiedenen Glassorten. Wer beim Zahnarzt schon mal erlebt hat, dass mit einer Kamera in der Mundhöhle gefilmt, dass mit Hilfe eines optischen Systems im Kiefer vermessen wird, wer schon einmal geröntgt worden ist, der war mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal mit Produkten von Excelitas in Berührung. "Wir machen keine Massenproduktion", stellte Wilke klar, die mittlere Losstärke liegt bei 25 Stück, mehr Manufaktur statt Industrieunternehmen ist die Firma, die im Regener Gewerbegebiet Metten produziert. Weil extrem exakt gearbeitet werden muss, weil die Aufträge sehr individuell sind, deshalb ist der Lohnkostenanteil sehr hoch, er liegt bei rund 30 Prozent. "Unsere wichtigsten Qualitätsgaranten sind unsere Mitarbeiter", so Wilke. 90 Prozent beträgt der Facharbeiteranteil, im Schnitt haben die Beschäftigten eine Betriebszugehörigkeit von 18 Jahren, was für die hohe Treue der Optik-Spezialisten steht, Leiharbeitnehmer gibt es überhaupt keine. Diese Aussage sorgte für spontanen Applaus im Faltersaal.

Investitionen in den Regener Standort
Der neue Investor, der Qioptiq im vergangenen Jahr übernommen hat, wird weiter in das Regener Werk investieren, wie Wilke sagt, die Zahl der Mitarbeiter soll mittelfristig um zehn bis 20 Prozent steigen, so Wilke, der auch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Glasfachschule und der vhs hervorhob.

Noch näher am Verbraucher ist das, was in den Werken Zwiesel und Plattling des Automobilzulieferers IAC produziert wird, wie Werkleiter Nikolaus Pfister erläuterte: Innenverkleidung für Personen- und Lastwagen. Türverkleidungen, Instrumententafeln mit den Einbauten, schalldämmende Elemente, Säulenverkleidungen oder auch der Himmel für das Automobil. Für fast alle Automobilmarken der Welt kommen diese Teile von IAC, ein Riese unter den Automobilzulieferern. Vertreten in 20 Ländern, weltweit mehr als 28000 Mitarbeiter, Jahresumsatz 2013 rund 5,2 Milliarden US-Dollar. 700 der mehr als 28000 IAC-Mitarbeiter sind in den Werken Zwiesel und Plattling aktiv. 6200 Tonnen Kunststoffgranulat werden in den beiden Werken pro Jahr verarbeitet, 21 Millionen Teile produziert, konnte Pfister mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. Wie das Granulat aussieht, das zeigte Pfister auch, kleine dunkle Kunststoffkörner, eines rund 0,1 Gramm leicht. 620 Milliarden dieser Teilchen werden pro Jahr in den IAC-Werken Zwiesel und Plattling verarbeitet.

Wegen der knappen Zeit – der Ausmarsch am Pichelsteinermontag duldet keinen Aufschub – musste er etwas eilig durch seinen Vortrag sprinten. Fand aber schon noch die Zeit, den Politikern etwas mitzugeben, was Unternehmer bedrückt. Die IAC-Anlagen in Zwiesel und Plattling verbrauchen pro Jahr Energie im Wert von 3,5 Millionen Euro. Wird Energie ein wenig teurer, wirkt sich das stark aus. Und die Werke stehen in weltweiter Konkurrenz.

Probleme mit den Kosten
Ebenso bei den Lohnkosten. Und die Rente mit 63 sorge dafür, dass dem Unternehmen erfahrene Mitarbeiter früher als gewünscht verloren gehen. Intensiviert wird von IAC die Ausbildung. In den beiden Betriebsstätten haben 2014 zehn Azubis ihre Prüfung abgelegt, alle zehn wurden übernommen. Die Ausbildungsquote war noch nie so hoch wie in diesem Jahr.
"Unternehmen wie diese beiden stärken den Ruf der Region", meinte Pichelsteinerpräsident Walter Fritz, der den "Tag der Wirtschaft" gemeinsam mit der Stadt Regen organisiert.


PNP 28.07.2014
Dieser Festzug war einfach himmlisch

Das Schwitzen hat sich für die Beteiligten und die Zuschauer gelohnt – "Bayern, Bier und Pichelsteiner" kommen an
Regen. "Ganz super war er". In knappen Worten bringt der Zuschauer sein Urteil über den Festzug des 140. Pichelsteinerfestes auf den Punkt. Der Schweiß steht ihm auf der Stirn, als er der Menschentraube vom Stadtplatz Richtung Festplatz folgt. Eine schweißtreibende Angelegenheit war der etwa einstündige Festzug aber vor allem für die vielen Beteiligten. Bürgermeisterin Ilse Oswald hatte vorgesorgt und zog, während der Zug an der Ecke Bahnhofstraße/Ludwigsbrücke kurz stockte, eine Wasserflasche aus ihrer Handtasche und stärkte sich mit einem kräftigen Schluck. Auch die Fußtruppe vom Dorfverein Rinchnachmündt war bestens ausgestattet: Auf hölzernen "Buckelkraxn" hatten einige ein Fünf-Liter-Fassl Falter-Bier dabei – nicht nur für den Eigengebrauch, sie versorgten großzügig auch durstige Zuschauer.

Dicht an dicht standen die Besucher entlang der Festzugsroute. Vor allem am Platzl und am Stadtplatz waren Menschenmassen, die mit Applaus nicht geizten. Sie bekamen aber auch Fantastisches zu sehen: Aufwendig, mit viel Liebe zum Detail gestaltete Festwägen, Pferde in scheppernden und glänzenden Geschirren, bunte Trachten, historische Kostüme, bestens aufgelegte Musikanten.

Nachwuchssorgen brauchen sich die Festzug-Macher wohl nicht zu machen. Viele Kinder, manche wie der kleine Koch Nepomuk oder Emma mit ihrem Leiterwagl gerade mal drei Jahre alt, waren mit von der Partie. Stark vertreten, auch musikalisch, waren die Regener Partnerstädte Roth und Eschwege. Und auch die Polit-Prominenz weiß, was sie an einem Pichelsteiner-Sonntag zu tun hat: Beim Festzug aus einer Kutsche den vielen Zuschauern zuzuwinken. Das tat gestern nicht nur Landrat Michael Adam, das taten auch MdB Alois Rainer und Staatsminister Helmut Brunner

Festzug-Macher als Bier-Erfinder
Sogar der Stadtpfarrer war einer der Aktiven auf einem Festwagen. Obwohl er als Petrus hinter seinem Rauschebart vermutlich ganz schön ins Schwitzen kam, versprühte er von seinem Thron im Himmel beste Laune. Seit gestern ist es nun öffentlich: "Auch im Himmel droben, duat man‘s Falter-Bier recht loben". Auch ein anderer scheint mit der Qualität des Pichelsteiner-Bieres sehr zufrieden zu sein: Gambrinus, der legendäre niederländische König, der als Erfinder des Bierbrauens gilt, war auf seinem Festwagen hervorragend aufgelegt. Hinter der roten Mähne und dem gewaltigen Vollbart verbarg sich der kreativste Kopf der Festzugs-Gestalter: Manfred Homolka.

"Bayern – Bier – Pichelsteiner" war das Motto dieses Festzugs. Aus diesen drei Zutaten haben die drei Spielmannszüge, fünf Musikkapellen, drei Brauereiwagen, der Zehnerzug, 26 Fußgruppen, 21 Festwägen und vier Kutschen einen himmlischen Nachmittag gezaubert
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PNP 28.07.2014
Bunte Pracht auf dunklem Fluss

Mit ihren beleuchteteten Kunstwerken ist die Gondelfahrt nach wie vor ein Besuchermagnet
Regen. Angenehm warme, sommerliche Temperaturen bescherten der Gondelfahrt zum 140. Pichelsteinerfest wieder viele Zuschauer. Das Ufer des Regenflusses entlang der Wegstrecke der Gondelfahrt war schon dicht belagert, als kurz nach 20 Uhr Bürgermeisterin Ilse Oswald alle Besucher des Pichelsteinerfestes zur Gondelfahrt willkommen hieß.
Die aufziehende Dunkelheit ließ die in bunten Farben angestrahlten Wasserspiele leuchten, als gegen 21 Uhr die ersten Gondeln aus dem Dunkel sich langsam näherten.
Für dieses 140. Pichlsteinerfest hatten die Organisatoren die schönsten und beliebtesten Gondelmotive der letzten Jahrzehnte für die Zuschauer auf das Wasser des Regenfluss gebracht.

Angeführt wurde der Zug traditionell, gesichert durch Mitglieder der Wasserwacht, durch die Gondel mit den Wappen der Regener Partnerstädte und die Gondel mit der goldenen Symbolfigur, dem Löffel schwingenden Pichelsteinerkoch.
"Radio Pichelsteiner" informierte über die einzelnen Gondelmotive, die nun nach und nach an den Besuchern vorüber glitten. Besonders viel Applaus erhielt die Gondel mit Festkoch Günther Prinz und seinem Gefolge, die gleich zu Beginn des Zuges den Zuschauern zuwinkten.

An den Gondeln wiesen kleine Schilder auf das Jahr hin, in dem die einzelnen Motive das erste Mal präsentiert worden waren. So aus dem Jahr 2006 die Faszination Wasser mit Neptun und Gefolge, aus dem Jahr 2008 das wohl aufwendigste Motiv mit einem Modell des Segelschiffs Gorch Fock mit Hawaii- Mädchen.

Unter einem weiß-blauen Himmel aus beflügelten Bierkrügen winkten die Festwirte der Brauerei den Festgästen zu. Auch das Regener Prinzenpaar des vergangenen Faschings, Prinz Siggi und Prinzessin Manuela II, strahlten von ihrer paradiesischen Gondel. Der Feuer speiende Drache erhellte den Nachthimmel über dem Regenfluss und kündigte sich schon von weitem sichtbar als letzte Gondel der diesjährigen Gondelfahrt an. Die etwa eineinhalbstündige Gondelfahrt bescherte jung und alt eindrucksvolle Motive
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PNP 26.07.2014
Zweieinhalb Schläge fürs Glück

140 Jahre Pichelsteinerfest – Bürgermeisterin Ilse Oswald zapft souverän an
Regen. Festwirt Sepp Falter und Bürgermeisterin Ilse Oswald kamen fast ein bisschen ins Schwitzen. Sie füllten Maßkrug um Maßkrug, reichten weiter – und immer noch hatten nicht alle einen in der Hand. Eine große Traube an Menschen stand an der Schänke, in Erwartung des ersten "Prost" auf dem Pichelsteinerfest 2014.
Mit einem farbenprächtigen und langen Auszug hat es gestern Nachmittag begonnen, das große Regener Heimatfest. Vorneweg das Brauereigespann, kutschiert von Thomas Falter, mit auf dem Bock Annette und Josef Falter jun. Der Senior musste marschieren, mit seinen Bedienungen. Nicht oft, dass man Menschen sieht, die mit so fröhlicher Miene dem Arbeitsplatz zustreben. Dahinter die Pichelsteiner, der Stadtrat, der Festkoch Günther Prinz, die kleinen Köche, die Stadtkapelle und der Spielmannszug, eine Abordnung aus Regens Partnerstadt Eschwege, die Regener Schützen und der Fischereiverein, die Burgfreunde in ihren historischen Gewändern, die Postkellerfreunde und weitere Vereine.

Nach zwei Schlägen jubelte Ilse Oswald schon. Aber das Fass wollte noch keinen Tropfen Festbier hergeben. Der dritte Schlag musste sein. Aber dann konnte es richtig losgen, das Pichelsteinerfest 2014
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PNP 25.07.2014
Voller Einsatz für die Serenade

Regen. Biergartengemütlichkeit, Blasmusik, Begeisterung – der Vorabend des ersten Pichelsteinerfesttags gehörte gestern wieder dem Blasorchester der Stadt Regen, das bei der Serenade im Kurpark aufspielte. Ein Termin, den sich immer mehr Liebhaber konzertanter Blasmusik merken. Die Zahl der Besucher war groß an dem lauen Abend, als Blasorchester-Vorsitzender Florian Senninger die Zuhörer begrüßte.

"A bisserl lockerer als im Konzert", so kündigte Dirigent Andreas Kroner die Stücke an, was ihn aber nicht davon abhielt, das Ensemble mit unbändigem Einsatz zu dirigieren. Märsche und Boarische, Filmmusiken und Poppiges wechselten sich ab. Was auch Pichelsteinerpräsident Walter Fritz und Bürgermeisterin Ilse Oswald genießen konnten.

PNP 22.07.2014
Festschießen: Seit 50 Jahren ein Volltreffer

Seit 1964 gibt es das Pichelsteinerschießen – Wer bekommt in diesem Jahr die Jubiläumsscheibe?
Regen. 140 Jahre Pichelsteinerfest, das ist so ein halbes Jubiläum. Aber die Regener Schützen, die können beim Pichelsteinerfest ein richtiges Jubiläum feiern. Zum 50. Mal veranstalten sie im Rahmen des Fests das Pichelsteinerschießen. 1964 hat man die Idee umgesetzt, geboren vom damaligen Schützenmeister Hermann Schmidberger und dem Pichelsteinerpräsidenten Michael Rankl, der auch 2. Schützenmeister war.


"Zehn Stände waren es damals, auf beiden Seiten den Kälberstalls", erinnert sich Schützenmeister Lothar Denk, und unheimlich viele auswärtige Schützen aus dem Rottal, aus dem Landshuter Raum und aus der Oberpfalz kamen nach Regen. Es lockten die Schützenscheiben, es lockten aber auch die Geld- und Sachpreise. "Preisschießen war damals sehr populär", so Ehrenschützenmeister Franz Listl, der das Pichelsteinerschießen seit den Anfängen kennt.

Bis 1981 war das Schießen den Schützen aus Vereinen vorbehalten, erst 1981 wurde das Gästeschießen eingeführt, mit bis zu 350 Teilnehmern. Mit dem Fest und mit dem Festbetrieb in der Tierzuchthalle hat sich auch das Pichelsteinerschießen gewandelt. Anfangs stand das Schießen absolut im Vordergrund, daneben noch die beliebte Tombola, zur Bewirtung standen nur einige wenige Biertische in dem langen Stall. "2000 war mit der Tombola Schluss, seitdem gibt es den Barbetrieb", erinnert sich Schützen-Kassier Rudi Stern. Und jetzt ist die Schützenbar für die Tierzuchthallen-Besucher eine kleine Oase, in der es gleich deutlich ruhiger ist als in der Halle, in der die Party-Bands den Ton angeben. "Ruhig wirkt es aber auch nur, wenn man von der Halle zu uns rein kommt", sagt Stern. Nach einem Abend Dienst am Schützenstand und an der Bar fühlt er sich schon ziemlich gerädert. Positiver Nebeneffekt: "Wir haben bei uns in der Bar die ganzen jungen Leute", so Stern.
Für die Schützen ist das Pichelsteinerschießen eine große Gemeinschaftsleistung. Rund 21 Mitglieder sind beim Aufbau dabei, gut die doppelte Zahl schiebt Dienst an den sechs Pichelsteinertagen.

Traditionell wie das Schießen sind die Scheiben, die ausgeschossen werden: Eine stiftet die Bürgermeisterin, eine kommt von den Pichelsteinern, eine vom Festkoch und eine von der Brauerei Falter, außerdem geht es noch um den Pokal des Landrats. Und sehr oft geht es einfach um die Gaudi beim Schießen. Wenn die Bodenmaiser Hoteliers beim Festbesuch untereinander ausschießen, wer die nächste Runde Festbier übernehmen muss zum Beispiel.

Dass das Schießen aber auch eine richtig ernste Sache ist, das merken die Schützen schon auch. Der Stand muss abgenommen werden, Sicherheit wird groß, sehr groß geschrieben. Vor wenigen Jahren noch dekorierten sie immer noch mit kleinen Fichten. Das darf nicht mehr sein, Querschlägergefahr, wenn ein Druckluft-Projektil in einen Dekobaum einschlägt. Das Gesicht, das Lothar Denk macht, wenn er davon erzählt, spricht Bände, so richtig viel hält er von der Vorschrift nicht.

PNP 21.07.2014
Das Pichelsteinerfest: Jetzt museumsreif

Seit 140 Jahren gibt es das Fest – Sonderausstellung im Fressenden Haus
Regen. Na also, es gibt sie doch, die Verbindung zwischen dem Schriftsteller Siegfried vom Vegesack, der im Fressenden Haus in Weißenstein lebte, und dem Pichelsteinerfest unten in Regen. Herausgefunden hat das der Kulturwissenschaftler Roland Pongratz. In dem Buch "Unbekanntes Bayern. Städte am Fluss", erschienen vor genau 50 Jahren, hat Vegesack über das Pichelsteinerfest geschrieben. "Ein Fest, das (...) eine ganze Woche die Bevölkerung auf den Kopf stellt", so charakterisierte der Schriftsteller das Fest. Diesem Fest hat der Förderverein "Rettet das Fressende Haus" gemeinsam mit den Pichelsteinern jetzt die Sommerausstellung im Dichterturm gewidmet, wofür Fördereinsvorsitzende Barbara von Schnurbein den Pichelsteinern herzlich dankte. Konzipiert hat die Ausstellung Roland Pongratz. Der musste das Unmögliche versuchen, die Geschichte und Gegenwart eines 140 Jahre alten Volksfests, das im Bayerischen Wald so etwas wie ein Nationalrausch ist, zu dem zehntausende Besucher kommen, bei dem die Stadt wirklich Kopf steht, auf 70 Quadratmeter Ausstellungsfläche unterzubringen.

Im Ausstellungsraum hängt ein großer Kopf aus Styropor, unverkennbar Bräu Johann Baptist Falter. Manfred Homolka hat ihn einst für einen Festzug geschnitzt. Und Falter, das erläuterte Pongratz in seiner Einführung, war der Mann, der erkannt hat, welches Potenzial in dem Fest steckt. Nachdem Falter 1928 den Schwaiger-Bräu gekauft hat, entsteht kurz darauf die erste Festhalle, 1930 gibt es den ersten Festzug und die Gondelfahrt, es wird illuminiert, die Kinderköche marschieren 1931 das erste Mal, und am Montag gibt es das Pichelsteinermahl. Der Sprung von der Kirchweihmontagfeier in den Wirtshäusern zum großen Volksfest ist geschafft. Die Entwicklung ist rasant.
"Ich glaube, dass man bei einem Traditionsfest wie dem Pichelsteinerfest immer vor Augen haben sollte, wo es herkommt und welche Entwicklungen es in der Vergangenheit genommen hat", meinte Pongratz, der die historischen Fakten mit persönlichen Erinnerungen ans Pichelsteinerfest auflockerte. Kichern im Publikum, als er erzählt, dass ihm einmal beim Bonbonregen ein voller Sack mit Zuckerln an den Kopf knallte. Komitee-Mitglied Julianne Obermeier war das Sackerl auf der Drehleiter stehend aus den Händen geglitten.

In neun Kapitel ist die Ausstellung gegliedert: Anfänge des Fests; das Pichelsteiner; die Pichelsteiner; der Festbräu; DAS Volksfest im Bayerischen Wald; Festzug&Gondelfahrt; Illumination&Wasserspiele; das Rahmenprogramm; Marketing und Medien.
"Mei schau, wer is denn des jetz?" und "Do war i dabei!" – diese Ausrufe konnte man öfter hören, als die Gäste, viele Pichelsteiner unter ihnen, die Ausstellung erkundeten, sich die Fotos genau ansahen, aber auch die alten steinernen Maßkrüge, die Auszüge aus der Pichelsteinergeschichte, das Skizzenbuch von Manfred Homolka.
Eine Lanze brach Pongratz für das ehrenamtliche Engagement, er forderte, dieses Engagement zu unterstützen: "Mit Interesse und Beachtung!" Und eine Erfahrung von ihm ist: "Schade, dass es so sooft erst Impulse von außen braucht, dass ein Fernsehteam erst in die Gegend kommen muss, damit Einheimische die Finessen und Besonderheiten der Region entdecken."

Bestens bewirtet von den Burgfreunden konnten die Ausstellungsbesucher die Vernissage im Dichterturm-Biergarten ausklingen lassen, in dem auch die Musikanten Walter Fritz, Otto Pfeffer und Franz Baierl noch aufspielten
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PNP 17.07.2014
Pichelsteiner-Urgesteine

Ehrungen für Manfred Homolka und Helmut Bohatschek
Regen. Vier Jahrzehnte jedes Jahr einen Festzug gestalten, vier Jahrzehnte lang jedes Jahr hunderte Stunden Kulissen malen, Styropor schneiden, Welten schaffen – seit 1974 ist Manfred Homolka der Mann, der die Ideen für den großen Festzug am Pichelsteinersonntag mit seinen Helfern umsetzt. Für diese Leistung ist der gelernte Glasgraveur schon zum Ehrenmitglied ernannt worden, recht viel mehr an Ehrung geht nicht mehr. Trotzdem hat er sich unbändig gefreut, als ihm Pichelsteinerpräsident Walter Fritz jetzt bei der Bierprobe vor dem Fest das ganz besondere Pichelsteiner-Abzeichen überreicht hat, das mit der "40" darauf.

Ein ganz junger Mann war er, "aus einer kleinen Arbeiterfamilie", wie er erzählt, als er damals gefragt worden ist, ob er nicht am Festzug fürs 100-jährige Pichelsteiner-Jubiläum mitmachen will. Homolka wollte, fühlte sich geehrt, der Festzug kam hervorragend an. "Des war’s dann", dachte Homolka, eine Aufnahme bei den Pichelsteinern, die damals noch eine recht elitäre Gemeinschaft waren, konnte er sich nicht vorstellen. Bis ihn am Pichelsteinermontag der damalige Präsident Michael Rankl spontan in den Kreis der Pichelsteiner bat und ihm erklärte, dass er aufgenommen worden ist. Vermutlich hat sich Homolka damals mindestens genauso gefreut wie am Dienstagabend über die Auszeichnung.Noch ein Urgestein erhielt den 40er-Anstecker, Helmut Bohatschek, der über Jahrzehnte dafür gesorgt hat, dass Regen zum Pichelsteinerfest leuchtete. Er war bis 2006 für die Illumination verantwortlich und kann nicht mehr zählen, wie viele tausend rote, gelbe und blaue Lamperl er in die Fassungen geschraubt hat.

PNP 15.07.2014
Festzugmacher Manfred Homolka macht die 40 voll

Seit 1974 ist er für den Pichelsteinerfestzug verantwortlich
Regen. Des öfteren hat es im Komitee der Pichelsteiner erbitterte Diskussionen gegeben, wenn es um das Motto für den Festzug gegangen ist. Anders in diesem Jahr, da war es schnell klar. Denn der Gestalter des Festzugs, Manfred Homolka, hat nicht lange mit sich reden lassen. "Bayern – Bier – Pichelsteiner" hat er sich als Motto ausgedacht. Homolka hat einen guten Grund, warum er in diesem Jahr keine Widerrede duldete: Er ist jetzt genau seit 40 Jahren für den Festzug verantwortlich, "und das Thema wollte ich eigentlich immer schon machen, in diesem Jahr war es endlich soweit", sagt Homolka (69), der wegen seiner Verdienste um das Heimatfest auch Ehrenmitglied bei den Pichelsteinern ist. Die Phantasie und Kreativität, die er als Glasgraveur seit Jahrzehnten beweist, zeigt sich auch in der Gestaltung der Festwägen.

Es war vor gut zwei Monaten, im Mai, als Homolka mit seinem Stellvertreter Erwin Ertl und den weiteren Helfern Alois Kraus und Herbert Ganserer, Franziska Ulrich und Max Pletl zum ersten Mal in die Hallen in Oleumhütte gegangen ist. Mit dabei das Skizzenheft, in dem Homolka aufgezeichnet hat, was ihm zur Fest-Dreifaltigkeit "Bayern – Bier – Pichelsteiner" eingefallen ist. Ganz neu ist eine Form der Demokratie bei den Festzugmachern. "Wir haben dieses Mal vorher wirklich ganz intensiv über die Gestaltung geredet", erzählt Homolka, das habe es so bisher noch nicht gegeben. Und dass sie jetzt, zwei Wochen vor dem Fest, schon fertig sind mit den 21 Wägen, das war auch kaum einmal da in den vergangenen 40 Jahren. Kleinigkeiten gehen noch ab. Acryl auf Styropor, so malt Homolka Szenen und Figuren. Auch den Festkoch unter dem Baldachin hat er so verewigt. Nur das Gesicht fehlt noch. Vermutlich muss Festkoch Günther Prinz noch Modell sitzen, damit das Gemälde perfekt wird. Homolka ist so detailversessen, dass das nicht unwahrscheinlich ist.

"Und dann muasst da ja noch vorstellen, dass da schöner Blumenschmuck drankommt", sagt er beim Rundgang durch die Halle des öfteren, wenn er vor den Aufbauten steht. Vom bayerischen Bierhimmel ("Ja, selbst im Himme drob’n, tuat ma des Falter-Bier loben"), in dem barocke Engerl schweben, geht es über den Wagen mit dem Riesen-Schnupftabak-Glas zu den Wasserspielen, die beim Festzug durch die Stadt fahren werden, und zu einem weiteren wichtigen Element des Pichelsteinerfests, der Gondelfahrt. Auch ihr hat Homolka für den Festzug natürlich einen Wagen gewidmet. Der Aufbau, das prächtige Modell einer Windjammer, stammt in diesem Fall nicht von Homolka, sondern von einem richtigen Experten in Sachen Seefahrt, von Edwin Stoletzky. Der wiederum ist bei den Pichelsteinern verantwortlich für die Gondelfahrt. Für die hat Stoletzky die Windjammer einst gefertigt. "Ewig schad", sagt Homolka dazu, dass dieses Kunstwerk nur einmal bei der Gondelfahrt gezeigt werden sollte, weswegen er sie dem Pichelsteiner-Publikum jetzt bei Tageslicht präsentiert.

Dass die Regener Feuerwehr im kommenden Jahr 150-jähriges Bestehen feiern kann, das erfahren die Festzug-Zuschauer auch, ein Wagen ist der Jubiläums-Wehr gewidmet, "auch als kleiner Dank dafür, dass wir auf die Hilfe der Feuerwehr zählen können", sagt Homolka, der großen Wert darauf legt, dass sich auf den Wägen etwas rührt. Auf dem Bierhimmel-Wagen wird ein Petrus seinen Dienst verrichten, auf dem Schnupfer-Wagen wird Schmai gerieben.
Nach 40 Jahren des Festzugmachens kann Homolka sicher den Titel "König des Pichelsteinerfestzugs" in Anspruch nehmen. Eine andere Königsrolle wird er am Pichelsteinersonntag einnehmen, denn er ist beim Festzug dabei, als Gambrinus, der legendäre König, der als Erfinder des Bierbrauens angesehen wird. Und klar, auch von diesem Thema versteht Manfred Homolka nicht wenig.

PNP 31.05.2014
Pichelsteiner-Werbung in der Oktoberfest-Stadt

Regener Delegation war zu Gast im PresseClub München
Regen/München. Anfang der Woche war eine Regener Delegation im PresseClub München zu Gast, um der Hauptstadtpresse die Regener Veranstaltungshöhepunkte 2014 vorzustellen: "drumherum – Das Volksmusikspektakel" und das 140. Pichelsteinerfest.
Der Münchner PresseClub liegt in prominenter Lage, hoch über dem Marienplatz, und so startete die Pressekonferenz vor ausgewählten Medienvertretern, die sich vor allem den Bereichen Kultur und Tourismus verpflichtet fühlen, direkt nach dem berühmtem Glockenspiel im gegenüberliegenden Rathaus.
Für die passende Einstimmung sorgten die Musikanten Matthias Pürner (Diatonische Harmonika), Bernhard Filser (Gitarre) und Ian Chapman (Tuba). Von dieser schneidigen Musik leitete Moderatorin Carmen E. Kühnl gekonnt zum ersten Themenblock über. Roland Pongratz stellte informativ und anschaulich das Festival "drumherum – Das Volksmusikspektakel" der Katholischen Erwachsenenbildung vor. Mit Freude wurde von den Regenern am Podium registriert, dass sich mehrere Medienvertreter als Fans der Veranstaltung outeten und sie schon seit Jahren journalistisch begleiten.

Anschließend kam Pichelsteiner-Präsident Walter Fritz zu Wort, der sowohl die Geschichte als auch die aktuelle Dimension des Regener Volksfestes ausführlich erläuterte. Mit großem Erstaunen wurde von den Medien dabei das ungeheure ehrenamtliche Engagement der Komitee-Mitglieder gewürdigt. Dritte im Bunde auf dem Podium war Angelika Michl, Leiterin der Regener Tourist-Info, die routiniert und in geballter Form die weiteren Vorzüge der Kreisstadt vermittelte: Vom Ritterspektakel zu den Postkellern, vom Landwirtschaftsmuseum zum Gläsernen Wald, vom Freibad bis zum Eisstadion.

Nach einer abschließenden Fragerunde wurden die Teilnehmer mit originalem Pichelsteiner verwöhnt, das Elisabeth Falter und Theo Pimpertz in Vertretung des erkrankten Pichelsteiner-Festkochs Günther Prinz nach München mitgebracht hatten. Begleitet wurden sie dabei von den "kleinen Köchen" Ronja Arz und Ludwig Schiller, die auch für die Bild-Journalisten ein dankbares Fotomotiv darstellten.

Nach vielen positiven Rückmeldungen nach der Veranstaltung waren sich die Regener einig, dass sich der Aufwand und die Anreise sicher gelohnt hat.


PNP 03.04.2014
Nach dem Fest ist vor dem Fest

Jahreshauptversammlung der Pichelsteiner – Präsident hebt Einsatz der Wasserspiele-Truppe hervor
Regen. Präsident Walter Fritz hatte die Mitglieder des Pichelsteiner-Komitees zur 139. Generalversammlung eingeladen. Besonders begrüßen konnte er 1. Bürgermeisterin Ilse Oswald sowie die Ehrenmitglieder Kurt Fiederling, Manfred Homolka und Otto Pfeffer. In seinen einführenden Worten wies er auf die umfangreichen Aufgaben hin, die das Komitee im abgelaufenen Jahr wieder souverän bewältigt hat. Dies war nur möglich mit großem Einsatz, der allerdings nur durch hohen ehrenamtlichen Zeitaufwand bewältigt werden konnte. "Das Pichelsteinerfest ist nach wie vor ein Besuchermagnet in unserer Heimatstadt", so Fritz, für das Komitee sei es eine besondere Aufgabe, für dieses große Jahresereignis zu arbeiten. Fritz blickte zurück auf ein harmonisches Miteinander. Durch jährlich wechselnde Mottos und Themen stellt man sich auch immer wieder neuen Herausforderungen in Bezug auf Kreativität, Motivation und den damit verbunden Organisationsanforderungen.

In einem kurzen Rückblick ließ er das Jahr 2013 nochmals Revue passieren und stellte fest, dass die Pichelsteiner auch die Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit mit anderen Vereinen bei verschiedenen Anlässen pflegen. Dies gilt für den Faschingszug, Besuche der Nachbarfeste der Gemeinden und Städte sowie der Rother Kirwa, der Vereinsfeste in der Stadt, Mitwirkung beim Christkindlmarkt und Präsenz bei Veranstaltungen der Bundeswehr.

Besonders hob Präsident Fritz das Engagement der Arbeitsgruppe Wasserspiele unter der Leitung von Helmuth Pfeffer hervor, die derzeit mit großartigem Einsatz am Neubau der Wasserspiele beschäftigt sind. Fritz dankte auch den vielen Firmen, Spendern und Gönnern, die diese Truppe und dieses Projekt mit Geld- und Materialleistungen unterstützen.

Der neue Kassier Markus König trug den Kassenbericht vor, der von Kassenprüfer Helmut Bohatschek bestätigt wurde. Bürgermeisterin Ilse Oswald brachte in ihren Dankesworten zum Ausdruck, dass das Pichelsteinerfest Alleinstellungsmerkmal von großer Qualität sei und der Besuch sowie die Begeisterung der Festgäste bei den verschiedenen Höhepunkten mit Festzug, Gondelfahrt, den Wasserspielen und der Illumination jedes Jahr diesen Einsatz belohnen würden. 2. Präsident Josef Steinhuber zollte dem Präsidenten Walter Fritz Lob für seinen unermüdlichen Einsatz an vorderster Stelle, ferner auch für die Organisation des Tags der Wirtschaft. Platzmeister Willy Schicker erhielt ebenfalls Lob für die hervorragende Platzbestückung bei diesen knappen Platzressourcen.

Zum Abschluss dankte Walter Fritz dem gesamten Komitee, ferner der Stadt, der Familie Falter, der Bundeswehr, dem BRK und den Feuerwehren, der Wasserwacht und Polizei für die gute Zusammenarbeit. Große Anerkennung gab es auch für alle, die mit ihrem persönlichen Einsatz ihren Beitrag zum guten Gelingen einbringen. Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung widmete man sich bereits mit großem Interesse den Vorbereitungen für das 140. Pichelsteinerfest. Hier gilt es, alsbald die Themen festzulegen für den Festzug, die Gondelfahrt, ferner die Referenten für den Tag der Wirtschaft und Tag der Landwirtschaft. Spätestens im April müsse das Komitee die wichtigen Entscheidungen für die weitere Arbeit treffen, gab der Präsident die Marschrichtung vor.